Würselen - „Wöschele Alaaf“ für 66 Jahre karnevalistische Dienste

„Wöschele Alaaf“ für 66 Jahre karnevalistische Dienste

Von: ehg
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Ordensfest und Jubiläumsfeier 6x11 Jahre Prinzengarde: Der Vorstellung des Sessionsordens wohnten unter anderen Ordenspatin Heidi Berks (4.v.l.) Präsident Giani Mario Candrian (r.) bei. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Zu einem fulminanten Familienfest gestaltete sich das 6x11-jährige Jubiläum der Prinzengarde des 1. Würselener Karnevalsvereins. Viele Weggefährten gaben sich in der voll besetzten Aula an der Klosterstraße ein Stelldichein, eingebettet ins Ordensfest.

Als neuer WKV-Präsident bestand Gian Mario Candrian seine Feuertaufe. Mit Sekt hatte Präsident Günter Wendtland vorab die neuen Senatoren begrüßt. Den Boden für das farbenfrohe Treiben bereitete der tanzende Nachwuchs des Vereins. Kinderpräsident Niklas Mainz stellte die Formationen vor. Nach einer einjährigen Zwangspause meldete sich Tanzpaar Lisa Voßen und Thomas Hoven mit einer rasanten Vorstellung zurück.

Jugendmariechen Ramona (Sedano) wirbelte über die Bühne. Dass Jugendleiter Andreas Voßen auf seine Arbeit stolz sein darf, testierte ihm Bürgermeister Arno Nelles. Respekt zollte er der jubilierenden Prinzengarde für ihre Leistung: „Ihr habt auch außerhalb ihrer Mauern die Düvelstadt wunderbar repräsentiert.“

Vorsitzender Rudi Mainz nahm mit Heidi Berks, Inhaberin von Berks Dancing, die Vorstellung des neuen Motivordens vor. Die Fassade dieses Hauses an der Drischer Straße auf dem Orden abzubilden, war dessen 150-jähriges Bestehen. Sein Alter ist durch eine Schreinerrechnung aus dem Jahr 1867 belegt. Testamente von 1877 und 1880, ausgestellt von Friedrich Wilhelm, König von Preußen, beurkunden Besitz und Weiterführung des Gasthauses.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gastronomiebetrieb zum Tanzlokal mit Livemusik ausgebaut, bis Rudi Berks 1975 den ersten Diskjockey verpflichtete und Berks zur Diskothek wurde. Das Familienunternehmen wird in der vierten Generation von Heidi, Rolf und Hardy Berks geführt. „Unser Haus steht für Tradition!“, bedankte sich Heidi Berks beim 1. WKV für die Ehre, die ihrer Familie mit dem Orden zuteil wird.

Über ein Dutzend Exprinzen

Zu Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps‘ Aachen-Burtscheid marschierte die Garde mit Kommandant Michael Mallmann und rund 50 Aktiven zur Eröffnung der Geburtstagsfeier auf. Mit von der Partie: über ein Dutzend Exprinzen. In ihrem Namen bedankte sich Dieter van Horn bei der Garde für deren karnevalistischen Dienste. Unter seiner Stabführung stimmten die Exprinzen mit „Wöschele Alaaf“ ein Geburtstagsständchen an. Auf 6x11 Jahre laudierte der Vorsitzende des Festausschusses, Ex-Bürgermeister Werner Breuer.

Er blickte ins Jahr 1951 zurück, als die WKV-Prinzengarde unter Hans Peter Krings zum ersten Mal aufmarschierte. Bis zum heutigen Tag habe das Herzstück des düvelstädtischen Karnevals 61 Prinzen, Prinzenpaare und zwei Dreigestirne treu, neutral und vereinsübergreifend geleitet. Hans Debye kommandierte die Garde 35 Jahre. Ihm folgten Hans Bücken, Andreas Thiel, Wolfgang Kern und Michael Mallmann.

In 66 Jahren habe die Uniform mehrfach Veränderungen erfahren, sei aber mit Grün und Gelb den Stadtfarben Würselens treu geblieben. Breuer hielt die Gardisten an, aus der Vergangenheit zu lernen, die Zukunft entsprechend zu gestalten: „Die Garde ist stolz auf ihre Heimatstadt und die Stadt ist stolz auf ihre Garde!“ Dann überreichte er den Scheck des Festausschusses.

Mit einem Tanz gratulierte Tanzmarie Romina (Krönchen). Zu „Die Schöne und das Biest“ zog die Narren- und Prinzengarde 2000 Vicht eine atemberaubende Show ab. Mit rund 150 Aktiven eroberte die Rote Funken Artillerie Eschweiler die Bühne. Mit Liedern heizten die „Öcher Stadtmusikanten“ die Stimmung weiter an. Musik und Klamauk der Extraklasse garantierten die „3 Colonias“ aus der Domstadt. Eine Supershow zog die „StattGarde Colonia Ahoi“ ab und rockte dabei den Würselener Gürzenich endgültig.

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