Wo heute noch die Rittersleut‘ residieren

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
4751002.jpg
Besichtigung erwünscht: Im Jahre 1104 erstmals erwähnt, präsentiert sich hoch über Herzogenrath die Burg Rode heute noch prachtvoll. Kontakt: Telefon 02406/5230 oder info@burgrode.de. Foto: Beatrix Oprée
4746695.jpg
Heimatkunde hautnah: Monika Rickes und Günter Frühauf bieten Blicke hinter historische Kulissen. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Burgen und Schlösser – in unseren Breiten gibt es zahlreiche Bauwerke voller Zauber und Mystik zu entdecken. Das Wahrzeichen von Herzogenrath, die altehrwürdige Burg Rode, war Schauplatz einer besonderen Filmvorführung: Die Macher des Films „Burgen und Schlösser in unserer Region“ präsentierten ihr Werk im Burgsaal.

Alle, die bei diesem Projekt mitgewirkt haben, waren eingeladen, den 62-minütigen Film bei seiner Premiere zu erleben. Entsprechend groß waren Vorfreude und Spannung bis zuletzt. Ein Karton mit den frisch gelieferten DVDs stand für die Premierengäste bereit, die voller Begeisterung ihr Exemplar in Empfang nahmen. Die Dokumentation von Monika Rickes und Günter Frühauf zeigt auf eindrucksvolle Weise die Schönheiten der historischen Gemäuer in unserer Region.

Schloss Schönau in Richterich ist ebenso vertreten wie Burg Trips in Geilenkirchen, Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg, Burg Röthgen in Eschweiler, Schloss Merode in Langerwehe, Schloss Burgau in Niederau, Burg Nideggen, Burg Hengebach in Heimbach, Burg Stolberg und Burg Monschau. Im letzteren, pittoresken Eifelort wurde auch das Rote Haus besucht, das auf die Zeit der Tuchmacherindustrie zurückgeht.

„Die Bauwerke, auf die wir unsere Kameras gerichtet haben, sind Monumente aus längst vergangenen Epochen. Bauwerke, die oft den Ausgangspunkt und das Rückgrat von Siedlungen, Dörfern, Ortschaften und Städte bildeten“, erklärt Frühauf. Diese historischen Schätze und meist mittelalterlichen Relikte seien oftmals von überwältigender Schönheit und „verraten uns viel über die Vergangenheit“. Ein Blick in die Waffenkammer der Stolberger Burg, in der der Arbeitsplatz eines Kettenhemdschmieds und die Ausrüstung eines Tempelritters zu besichtigen sind, zählt zu den Höhepunkten der DVD.

„Hinter diesem Film steckt die Idee, historische Denkmäler unserer Region zu dokumentieren und zu zeigen, dass hinter jedem dieser Bauwerke eine beeindruckende Geschichte zu entdecken ist“, erklärt Rickes. Mit ihrem Projekt lief sie, die auch Mitglied des Eschweiler Geschichtsvereins ist, bei Frühauf offene Türen ein. Der Dürwisser Filmemacher schuf sich vor fünf Jahren bereits einen Namen in der Region mit den Dokumentationen über die Flüsse Inde und Rur. „Die Realisierung dieser Filme dauerte jeweils mehrere Jahre“, erzählt Frühauf. Das neue Projekt habe im Frühjahr begonnen und nur einige Monate gedauert, die aber sehr intensiv waren. Man sei mit offenen Armen empfangen und von den Verantwortlichen nach Kräften unterstützt worden.

Noch Feinschliff

„Wir wollen den Betrachter neugierig machen und ihn dazu bringen, die zwölf vorgestellten Burgen und Schlösser vielleicht später auch einmal selbst zu erkunden, so weit dies möglich und von den Eigentümern auch erwünscht ist“, betonen die beiden Filmemacher. In den meisten Fällen sei eine Besichtigung nach Terminabsprache möglich. Nach Feinschliff, Vervielfältigung und Premierenvorführung geht die DVD in zahlreichen Buchhandlungen der Region in den Verkauf.

Am 31. Januar, 19.30 Uhr, ist auf Burg Rode eine öffentliche Filmvorführung, der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert