Würselen - WKV: „Wir haben natürlich unsere Problemchen“

WKV: „Wir haben natürlich unsere Problemchen“

Von: ro
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Der Präsident des 1. WKV, Harald Brodmühler (l.) und der Vorsitzende Rudi Mainz (r.) freuen sich auf ein besonderes Karnevalsjahr. Anlässlich des acht mal elften Jubiläums kommen Größen wie „Die Räuber“ zu Gast. Foto: Markus Roß
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Der Kommandant der Prinzengarde Michael Mallmann. Foto: Markus Roß

Würselen. Acht mal elf Jahre – das feiern die Karnevalisten des 1. WKV in der kommenden Session. Im Interview mit Markus Roß beantworten der Präsident des 1. WKV, Harald Brodmühler, der Vorsitzende Rudi Mainz und der Kommandant der Prinzengarde, Michael Mallmann Fragen zum Jubiläum und sprechen über die Situation des Vereins.

Herr Brodmühler, in der jetzt startenden Session feiert der 1. WKV sein acht mal elfjähriges Bestehen. Auf welche Höhepunkte dürfen sich die Karnevalsfreunde aus Würselen im Jubiläumsjahr freuen?

Brodmühler: Wir starten gleich am kommenden Wochenende mit einem richtigen Kracher! Nach dem großen Jubiläumsempfang am 4. November, 18.30 Uhr, in der Aula, zu dem wir den Staatssekretär a.D. Achim Großmann für die Laudatio gewinnen konnten, geht’s dann am Samstag, 5. November, ab 18.30 Uhr in der Aula so richtig rund. Gleich nach dem Ordensfest ab 18.30 Uhr laden wir ab 20 Uhr zur „Kölschen Nacht“, unter anderem mit den „Räubern“ und unserem Lokalmatador Torben Klein.

Danach geht es Schlag auf Schlag weiter: Unsere Kinderprinzessin Michelle I. (Sedano Drue) wird am Samstag, 26. November, 11.11 Uhr im Rahmen der Kindermatinee proklamiert. Nach der kurzen Weihnachtspause folgt am 8. Januar die „Herrensitzung“ im Hause Brepols. Ein absolutes Top-Datum ist der 14. Januar: unsere Festsitzung mit Prinzenproklamation unseres Stadtprinzen Gert I. (Kempf) mit vielen Höhepunkten.

Dabei sind unter anderem Dr Huusmeester vom Bundestag, die Vier Amigos, die Erdnuss und viele andere mehr. Am 4. Februar findet das Kinderkostümfest für die kleinen Närrinnen und Narren statt, bei dem „5 x 11 Jahre“ Teufelchen gefeiert wird. Den Abschluss der Session feiert die Prinzengarde in ihrer Matinee am 12. Februar in der Aula des Gymnasiums.

Sie sagten es bereits: Ein erster Höhepunkt folgt bereits am Samstag, 5. November, mit der großen „Kölschen Nacht“. Was ist geplant und gibt es noch Tickets?

Brodmühler: Für die Gäste der Kölschen Nacht öffnen wir die Pforten um 19.45 Uhr. Schlag auf Schlag geben sich die Kölner die Klinke in die Hand: nach den „Drei Colonias“ folgen gleich „De Räuber“, und diese Jung‘s muss man nun wirklich nicht vorstellen, wir kennen alle ihre Hits.

Im Anschluss werden noch „de Halunke“ mit Kölsche Tön den Saal zum Singen und Rocken bringen. Danach ist noch lang nicht Schluss: DJ Rolf Zimmermann garantiert Stimmung bei der großen Aftershowparty. Karten gibt’s noch bei Lotto Toto Gruner an der Kaiserstraße 142, oder per Email unter gert.kempf@gmx.de. Einige Restkarten wird es dann auch noch an der Abendkasse geben.

Herr Mainz, seit sieben Jahren engagieren Sie sich als Vorsitzender des Würselener Karnevalsvereins. Viele Vereine klagen über Mitgliederschwund und mangelndem Einsatz der Aktiven. Wie ist die Situation in ihrem Verein?

Mainz: Der 1. WKV verzeichnet in allen Bereichen seit mehreren Jahren einen guten Zuwachs. Es schließen sich in jedem Jahr junge und jung gebliebene Menschen dem 1. WKV an. Zum Beispiel nimmt die Prinzengarde am 18. November bei der Feldlagereröffnung sieben neue Gardisten auf. Die Jugendabteilung ist mit fünf neuen Kindern ins Training gestartet und auch beim Elferrat und Senat verzeichnen wir Neuaufnahmen in diesem Jahr.

Ist der 1. WKV im Jubiläumsjahr für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet?

Mainz: In unserer kurzlebigen Zeit geht es schon ins Spekulative zu behaupten, man sei gut aufgestellt. Auch wir haben natürlich unsere Problemchen in dem einen oder anderen Bereich, aber wir werden das in unserer Macht liegende tun, um den Verein gut aufzustellen und sicher in die Zukunft zu führen.

Welche Bedeutung hat eine erfolgreiche Jugendarbeit für den Verein?

Mainz: Schon unsere Gründungsväter haben das in den frühen Vereinsjahren vor und nach dem Krieg als richtungweisend angesehen. Es gibt Fotos von Kinderfesten des 1. WKV aus den 1930er Jahren. Gleich nach der Wiederbelebung des Vereinslebens wurde die Prinzengarde eingeführt und die Jugendabteilung gegründet, um für junge Menschen attraktiv zu sein.

Über Jahrzehnte wurden die Kindertollitäten in Würselen ausschließlich vom 1. WKV gestellt. Diesen damals vorgegebenen Weg verfolgen wir weiter und setzen auf die Jugend als Fundament unseres Vereins. Auch hier ein Beispiel; seit der ersten Tanzmarie der Prinzengarde Annette Mobertz bis zum heutigen Tag wurde die Tanzmarie der Prinzengarde immer aus dem eigenen Nachwuchs gestellt.

Woher nehmen Sie immer wieder die Motivation, einen Großteil Ihrer Freizeit dem Ehrenamt zu widmen?

Mainz: Ich liebe die Brauchtumspflege in unserer Heimatstadt Würselen! Ich bin ein Fan von Karneval, Schützen und Jungenspiel. Meine vielfältige Tätigkeiten in diesen Bereichen und die Freude, die ich damit an andere Menschen weitergegeben kann, sind für mich Ansporn und Motivation zugleich.

In den vergangenen Jahren gab es ja immer wieder mal personelle Wechsel in der Prinzengarde. Wie präsentiert sich die Prinzengarde im Jubiläumsjahr?

Mallmann: Die Prinzengarde steht gerade im Jubiläumsjahr gut da. Allein in diesem Jahr gibt es wieder einige Neuaufnahmen. Dabei ist es eigentlich völlig egal, wer gerade eine Funktion übernimmt. Es ist für uns alle immer wieder eine große Ehre, die Tollität zu begleiten. Das ist es, worauf es ankommt, und wir haben viele Mitglieder, die das schon seit Jahren tun.

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