Wirtschaftskrise zentrales Thema bei der IGBCE

Von: Lars Odenkirchen
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Der neue Vorstand: Die Bezirksvorsitzende Heike Arndt und ihr Stellvertreter Manfred Maresch bekommen Unterstützung von 19 ehrenamtlichen Bezirksvorständlern. Foto: Lars Odenkirchen

Alsdorf. Welche Probleme noch auf sie zukommen, hätten sich die Delegierten bei der Konferenz vor vier Jahren wohl kaum träumen lassen: Von der Wirtschaftskrise war bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) damals schließlich noch keine Rede.

Umso mehr war die Wirtschaftslage jetzt Thema bei der Bezirksdelegiertenkonferenz in der Alsdorfer Stadthalle. „Die Krise spiegelt sich mittlerweile auch im Geschäftsbericht wieder”, meinte Manfred Maresch, stellvertretender Bezirksvorsitzender. Heike Arndt, Bezirksvorsitzende der IGBCE, wollte dennoch zuversichtlich bleiben: „Wir haben mehr Schwierigkeiten als Gutes vor der Brust, aber wenn wir zusammenstehen, sind wir stark.”

Thema war die derzeitige Lage auch in einem ausführlichen Referat von Werner Bischoff. „Die Situation betrifft die Region stark, vor allem in Bereichen rund ums Auto - Reifen, Glas oder auch konkret die Firma Gates sind unmittelbar betroffen”, betonte das Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes. Kurzarbeit sei in dieser Situation eine gute Maßnahme, um Arbeitsplätze zu erhalten und nach der Krise wieder die notwendigen qualifizierten Mitarbeiter in den Betrieben zu haben.

Unter dem Titel „Gute Arbeit - Menschen gewinnen” sprach Bischoff aber auch über andere Aspekte der Gewerkschaftsarbeit. Gelobt wurde etwa die Jugendarbeit, ein großer Teil der Azubis sei gewerkschaftlich organisiert. Positiv beurteilte Bischoff auch die Leistung, die von den Ortsgruppen der Gewerkschaft geleistet werde: „Ortsgruppenarbeit ist unser Prinzip. Gerade hier in der Region leisten diese Gruppen wichtige Betreuungsarbeit und Unterstützung.” In Bezug auf die Energiepolitik betonte Bischoff, dass man durch den Einsatz für den Braunkohletagebau Garzweiler einen wirtschaftlichen Energieträger gesichert habe. Die IGBCE wolle nun Druck ausüben, um die Braunkohle nicht nur weiterhin wirtschaftlich, sondern auch umweltfreundlich zu machen - beispielsweise durch die Erneuerung von Kraftwerkparks, die die Gewerkschaft etwa von RWE einfordert.

Mehrere Wahlen

„Die Tariflandschaft sähe ohne die IGBCE trostlos aus”, betonte Werner Bischoff weiterhin in Bezug auf positive Abschlüsse, die in den vergangenen Jahren vor allem mit Blick auf die demographische Entwicklung gelungen seien.

Nach Bischoffs Referat wurden die Delegierten selbst in die Verantwortung genommen: Eine ganze Reihe von Wahlen stand auf der Tagesordnung, die allerdings alle klar, zu großen Teilen sogar einstimmig, entschieden wurden. Gewählt wurden nicht nur neue ehrenamtliche Mitglieder für den Bezirksvorstand, sondern auch Revisoren, Delegierte für die Landesbezirks-Delegiertenkonferenz und Delegierte für den Gewerkschaftskongress. Darüber hinaus sprach die Konferenz Empfehlungen für die Beirats- und Landesbezirksvorstandsmitglieder an die Landesbezirks-Delegiertenkonferenz aus.

Abgestimmt wurde darüber hinaus über verschiedene Anträge. Themen waren hier vermehrte Möglichkeiten zum Aufenthalt im Erholungswerk Heinrich-Imbusch, erhöhte Fahrkostenerstattungen für Ehrenamtler, Mehrarbeitsvergütungen in der Chemie, die EU-Emissionshandelsrichtlinie sowie Jubilarehrungen. Die Anträge wurden allesamt angenommen und an die zuständigen Gremien zur Bearbeitung weitergeleitet.
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