Wirtschaftskrimi und Politthriller: Michael Kuhn stellt Buch vor

Von: mabie
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Autor Michael Kuhn stellte in der Alsdorfer Buchhandlung Thater sein neuestes Werk „Sextus Valerius – Varusgold“ vor. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Viel Lesevergnügen für die dunkle Jahreszeit verspricht das neueste Buch von Michael Kuhn. Der Aachener stellte den Titel „Sextus Valerius – Varusgold“ in der Alsdorfer Buchhandlung Thater vor. Und neben einer persönlichen Widmung für die Interessenten enthält das 400-Seiten-Werk vor allem viele spannende und geschichtlich interessante Verbindungen.

„Es ist ein Wirtschaftskrimi und ein Politthriller“, so der Autor. Ob er sich dabei aber in Köln Freunde machen wird, bleibt fraglich, schließlich ist Sextus Valerius, der Held des Buches, ein enger Freund von Lucius Poblicius. Letzterer ist – anders als der Romanheld – eine historische Figur, deren prachtvolles Grab im Römisch-Germanischen Museum zu sehen ist. Und Lucius erfährt bis heute eine gewisse Form der Verehrung in der kölschen Metropole.

„Man muss sich aber schon die Frage stellen, wie so ein einfacher Soldat zu so viel Geld für so ein Grabmal kommt“, meint der Autor. Und da liegt der Clou der Geschichte, die Historie, ein unsterbliches Liebesthema mit Lucilla, die von Sextus wie Lucius angebetet wird, mit Krimielementen verknüpft. Denn Sextus verstrickt sich in die Machenschaften seines Freunde Lucius, der als Kriegsgewinnler und Waffenschieber von der Niederlage von Varus in der nach ihm benannten Schlacht um 9 nach Christus profitiert.

Sextus wird im Laufe der Story Teil der Truppen, die ihren verehrten Feldherrn Germanicus stützen, um verlorenes Prestige und rechtsrheinische Gebiete zurückzugewinnen.

„Sextus soll ausgeschaltet werden“, verrät Kuhn noch, den Rest überlässt er dem Leser und dessen Neugierde. Letztere wird durch die schönen Extras des Buches noch angeregt. So gibt es einen Reiseführer zu den historischen Stätten des Romans, der Licht in die oft schattigen Geschehnisse dieser geschichtlichen Periode bringt. „Auf der Spurensuche können die Leser die Truppenstandorte und Schauplätze im damaligen ‚wilden Nordwesten‘ nachempfinden“, ist Kuhn sicher.

Wer sich über solch gelungene Verquickungen von Historie und Erzählkunst freut, darf sich schon den Herbst 2016 notieren. Denn dann kommt der Nachfolgeband zu diesem Werk auf den Markt, wie Kuhn am Rande der Veranstaltung verriet.

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