Wilde Prügelei unter Autofahrern

Von: red/pol
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Fäuste und sogar eine Eisenstange waren im Einsatz, als jetzt in Würselen zwei Autofahrer mächtig aneinandergerieten. Symbolfoto: dpa

Würselen. Mit Fäusten und einer Eisenstange sind in Würselen zwei Autofahrer aufeinander zugegangen. Hintergrund der Gewalttätigkeiten war eine schlichte Vorfahrtverletzung - die der betroffene Fahrer offenbar etwas zu persönlich genommen hatte.

Der Vorfahrtberechtigte, ein 42 Jahre alter Mann, fühlte sich laut Polizeibericht berufen, „das Delikt persönlich zu ahnden“. Er fuhr dem 19-jährigen Übeltäter bis an dessen Ziel nach und stellte ihn dort.

„Es folgte eine belehrungsfreie laute Ansprache des Benachteiligten“, heißt es im Polizeibericht weiter. Nach „fehlender Übereinkunft und Uneinsichtigkeit seines Gegenübers“ habe der Ältere seinem Autofahrer-Kollegen mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Angegriffene rettete sich in seine Unterkunft. Dort bewaffnete er sich mit einer schweren Eisenstange, kehrte zurück und versetzte dem Anderen mit dem Metall mehrere Hiebe und Schläge.

Der rief daraufhin Polizei. „Als die eintraf, herrschte Waffenstillstand“, schilderte Polizeisprecher Paul Kemen das Bild am Ort des Geschehens. Verbal schleuderten sich die Männer jedoch weiterhin Bosheiten an den Kopf.

Die Folgen des Verstoßes und der nicht rechtmäßigen Ahndung sahen laut Polizeiprotokoll aus wie folgt: eine aufgeplatzte Lippe, ein blutendes Ohr, Blutergüsse an den Armen, eine blutende Nase - und zwei schmerzende Köpfe.

Die Polizei habe wegen der gefährlichen Körperverletzungen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Polizeibericht endet mit der Feststellung, die ursprüngliche Vorfahrtverletzung hätten die Beamten vor Ort „aus Deeskalationsgründen“ nicht noch einmal ansprechen wollen.

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