Wieder ein Geldautomat gesprengt: Täter auf der Flucht

Von: Karl Stüber
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Verwüstet: Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag einen Geldautomaten in der Commerzbank an der Kaiserstraße in Würselen gesprengt. Filialleiter Jürgen Baumanns verweist auf das zerstörte Gerät. Durch die Druckwelle riss unter anderem auch diese Scheibe. Foto: Karl Stüber
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Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag gegen 3.33 Uhr einen Geldautomaten im Vorraum der Commerzbank-Filiale an der Kaiserstraße in Würselen gesprengt. Foto: Anni Kemmesies
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Verwüstet: Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag einen Geldautomaten in der Commerzbank an der Kaiserstraße in Würselen gesprengt. Filialleiter Jürgen Baumanns verweist auf das zerstörte Gerät. Durch die Druckwelle riss unter anderem auch diese Scheibe. Foto: Karl Stüber
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Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag gegen 3.33 Uhr einen Geldautomaten im Vorraum der Commerzbank-Filiale an der Kaiserstraße in Würselen gesprengt. Foto: Anni Kemmesies
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Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag gegen 3.33 Uhr einen Geldautomaten im Vorraum der Commerzbank-Filiale an der Kaiserstraße in Würselen gesprengt. Foto: Karl Stüber

Würselen. Schnell aufgestellte Gitter, weiß-rotes Absperrband der Polizei und außergewöhnliche Betriebsamkeit in der Filiale der Commerzbank am Freitagmorgen an der Kaiserstraße in Würselen, nahe der Kreuzung zur Hauptdurchgangsstraße Bundesstraße 57.

Passanten, die den Gehweg vor der Bank nicht mehr nutzen können und die Seite wechseln müssen, bleiben stehen, schauen sich die Szenerie an. Die Polizei ist noch vor Ort, spricht mit Bankangestellten, hört sich im Umfeld um, sichert Spuren.

Um 3.34 Uhr hatten Unbekannte einen von zwei Geldautomaten im rund um die Uhr zugänglichen Eingangsbereich der Commerzbank gesprengt. Durch die Explosion ist erheblicher Sachschaden entstanden. Auch ein vor der Bank geparktes Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Laut Angaben von Zeugen fuhr kurze Zeit nach dem Knall ein „hochmotorisiertes Fahrzeug“ in Richtung Bardenberg, teilt die Polizei mit. Es soll sich um einen silberfarbenen Mercedes Benz, Typ C 63 AMG, eine „Coupé-Limousine“ handeln. Die beiden maskierten und dunkel gekleideten Täter ließen mehrere mit Bargeld gefüllte Geldkassetten aus dem stark beschädigten Automaten mitgehen.

Ob es einen Zusammenhang mit der letzten Sprengung eines Geldautomaten an der Kleikstraße in Herzogenrath in der Nacht zum Dienstag gibt, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Der Verdacht liegt nahe, war doch auch in diesem Fall eine Filiale der Commerzbank betroffen und die Vorgehensweise der Täter ähnlich.

Eine nach der Sprengung in Würselen direkt eingeleitete Fahndung, auch unter Mithilfe der niederländischen Polizei, führte noch nicht zum Erfolg.

Und gibt es einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall in Nettetal (Kreis Viersen)? Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, heißt es seitens der Polizei.

Filiale vorerst geschlossen

Filialleiter Jürgen Baumanns sagt, dass die Niederlassung aufgrund der Schäden, die die Explosion verursacht hat, einige Tage geschlossen bleiben muss.

Am Absperrgitter haben Mitarbeiter Zettel angebracht, die Kunden auf die Commerzbank-Filialen in Alsdorf und Kohlscheid hinweisen. Hoffentlich stehen die nicht auch noch auf der „Liste“ der dreisten Täter. Die haben bei ihrem rigorosen Vorgehen keine Rücksicht aufs Umfeld genommen. So ist zum Beispiel eine dicke Glasscheibe von der Druckwelle eingedrückt, ziehen sich die Risse wie ein Spinnennetz durch die Fläche.

Die Kaiserstraße im Herzen von Würselen ist ein enger „Verkehrsschlauch“, die Bebauung auf beiden Seiten geschlossen. Die Häuser sind mehrere Etagen hoch. Hier leben viele Menschen. Gegenüber der Commerzbank liegt eine Filiale von „Spar-Land“, eine Gaststätte und ein Telefonkartenladen befinden sich in der Nachbarschaft.

Ein Anwohner kommt auf Filialleiter Baumanns zu. Der Mann will helfen und gibt Hinweise. Er hat den Knall gehört, nennt die Uhrzeit. Seine Familie war wach. Der Säugling wurde gerade versorgt. Baumanns bedankt sich bei dem freundlichen Nachbarn.

In der Bank zeigt der Banker auf den gesprengten Automaten. Das Geld ist weg. Über die Summe wird nichts gesagt. Der gegenüber stehende zweite Geldautomat wurde nicht ausgeräumt, ist aber durch die Explosion ebenfalls schwer beschädigt. So schlimm es auch die Bank getroffen haben mag, ist der Filialleiter froh, dass niemand verletzt worden ist. Auch die direkte Konfrontation mit den Tätern ist ihm und seinen drei Kollegen erspart geblieben.

Zeugen, die weitere sachdienliche Hinweise geben können und vielleicht bereits im Vorfeld verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter Telefon 0241/957733401 oder außerhalb der Bürozeiten unter Telefon 0241/957734210 zu melden.

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