Wie gravierend ist der Laden-Leerstand in Alsdorf?

Von: Verena Müller
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Größere und kleinere Ladenlokale stehen in Alsdorf leer: beispielsweise an der Albrecht-Dürer-Straße... Foto: V. Müller
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...und der Bahnhofstraße. Foto: V. Müller
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„Nicht so groß, wie das eine oberflächliche Wahrnehmung vermuten lässt“, so das Urteil des Leerstandsmanagers Holger Bubel. Die Politik sieht das anders. Foto: V. Müller

Alsdorf. Was hat sich rund anderthalb Jahre nach Schaffung der Stelle eines Citymanagers, der unter anderem für das Leerstandsmanagament in Alsdorf zuständig ist, getan? Diese Frage wollte die Opposition im Rat beantwortet haben. Einen „Bericht über die Tätigkeit“ von Holger Bubel wünschte die CDU. Und erhielt in der jüngsten Ratssitzung Auskunft.

Eingebettet in das „Handlungskonzept Freizeit und Tourismus Alsdorf“ berichtete Bubel von der Belegung der Ladenlokale, schilderte auch die diversen Schwierigkeiten, die er zuweilen mit Vermietern hat.

Unterm Strich, sagte Bubel, fielen die Leerstände weniger dramatisch aus als es vielleicht den Anschein haben mag. „Bei vielen leerstehenden Ladenlokalen handelt es sich um sehr kleine Flächen, die sich schlecht vermieten lassen“, so seine Sicht auf die Dinge. Früher seien das überwiegend inhabergeführte Läden gewesen.

Acht Leerstände im Zentrum

Acht seien derzeit im „Kernbereich, der im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung steht“, nicht vermietet: an der Bahnhofstraße (2, ein weiteres befindet sich gerade im Umbau, hier soll eine Wettannahmestelle einziehen), unteren Rathausstraße (1, die ehemalige Wäscherei; ein weiteres, das ehemalige Restaurant, wirkt wegen der dunkel beklebten Fenster leer, tatsächlich hat sich hier aber ein arabischer Kulturverein eingemietet), Alter Luisenstraße (1) und am Denkmalplatz (1, ehemalige Kneipe). An der oberen Rathausstraße, gegenüber des Altenheims, gibt es außerdem noch vier Leerstände, „allerdings gibt es für zwei Interessenten“, so Bubel. Der Kiosk würde außerdem die Straßenseite wechseln.

Und, wenn man die drei Meter noch weitergeht, steht ein recht großes Ladenlokal an der Albrecht-Dürer-Straße (ehemals Digiland) zur Vermietung aus.

Dass sich in den vergangenen Jahren nichts getan hätte, kann man nicht behaupten. Mehrfach hat sich die Stadt umsortiert. Das ehemalige Globuscenter zum Beispiel beheimatet heute als Siduscenter die Bowlingbahn, die lange Zeit verwaiste Luisenpassage bietet ABBBA ein Dach. Für das Rathauscenter kündigte Bubel außerdem „groß angelegte Revitalisierungsmaßnahmen“ ab diesem Sommer an. Es gebe Gespräche mit potenziellen Mietern.

Was die Inhalte, also das Warenangebot, anbelangt, lautet Bubels Urteil: „ausgewogen, wenn auch ausbaufähig“. Ratsmitglieder fanden dafür deutlichere Worte: Es mangele an einem qualitativ hochwertigen Warenangebot und die Leerstände seien „zu positiv dargestellt“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Horst-Dieter Heidenreich. Auch Franz Brandt, Fraktionsvorsitzender der CDU, meinte, die Innenstadt müsse aufgewertet werden. Bürgermeister Alfred Sonders sagte, das sei unstrittig.

Brandt kritisierte außerdem, Holger Bubel sei offenbar nicht in der Wirtschaftsförderung sondern in der Öffentlichkeitsarbeit angestellt worden. Er hätte gerne dessen Aufgaben näher beleuchtet gehabt.

In der Sache selbst wurde entschieden, dass das Handlungskonzept mitsamt der Leerstände in den Stadtentwicklungsausschuss verwiesen wird.

Hellhörig durfte man an der Stelle in Bubels Vortrag werden, als es um ein prominenteres Gebäude ging, nämlich das Fördermaschinenhaus unterhalb des Fördergerüsts, gegenüber von Kaufland. „Da wird was passieren“, sagte Bubel. Alsdorf werde bald um eine Attraktion reicher. Seit über einem Jahr befände man sich in Gesprächen, die Vertragsverhandlungen seien fortgeschritten. Mehr verriet er noch nicht.

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