Wie aus der „Ley Siedlung“ die Broicher Siedlung wurde

Von: rp
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Alsdorf. Im großen Rahmen feiert die Siedler- und Bürger-Gemeinschaft Broicher Siedlung von Samstag, 22. August, bis Montag, 24. August, in einem Festzelt auf dem Sportplatz, Osterfeldstraße, ihr 80-jähriges Bestehen.

Vorsitzender Thomas Magney und Geschäftsführer Bernd Lausberg haben erneut ein schlagkräftiges Programm zusammengestellt, das seine Zugkraft nicht verfehlen dürfte. Das Besondere hieran ist, dass der Vorstand mit seinen Mitgliedern alles selbst organisiert und durchführt, beispielsweise auch, was auch die Betreuung der Gäste im Festzeit betrifft. Die Schirmherrschaft hat der „Siedlerjunge“ und Bürgermeister Alfred Sonders übernommen, während Dr. Helmut Heddaeus den Vorsitz des Festausschusses innehat.

Interessant ist die Chronik. Hiernach ist vielen älteren Alsdorfern die Broicher Siedlung besser unter dem Namen „Ley Siedlung“, in Anlehnung an den damaligen Reichsarbeitsminister Robert Ley, bekannt. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden im ganzen Deutschen Reich ideologisch eingefärbte Wohnungsbausprogramme aufgelegt.

Auf Parzellen von 1200 Quadratmetern entstanden Siedlerhäuser. Die Grundstücke sollten eine weitestgehende Selbstversorgung der Bewohner ermöglichen. Zu jeder Siedlerstelle gehörten ein Schwein, ein Schaf sowie Obstbäume und Sträucher. Die zukünftigen Bewohner wurden zu Eigenleistungen herangezogen.

Mit der Gründung der Broicher Siedlung und der Übergabe der 71 „Siedlerstellen“ wurde zeitgleich die Siedlergemeinschaft Broicher Siedlung 1935 gegründet. Bis 1972 gehörte die Broicher Siedlung zur Gemeinde Broichweiden. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung entschieden sich die Bürger für eine Zugehörigkeit zu Alsdorf. Im Jahre 2001 änderte man den Namen in Siedler- und Bürger-Gemeinschaft Broicher Siedlung 1935 ab.

Die Verantwortlichen der „SBG“ wollten damit ein Zeichen setzen. Schließlich setzt man sich zum Wohle der Bevölkerung für die Belange aller Bürger im Stadtteil Broicher Siedlung ein und vertritt deren Meinung auch bei Behörden.

Waren es Ende der 1960er Jahre rund 1500 Bewohner, so kann man heute von rund 2000 Einwohnern ausgehen. Man findet (fast) alles im Ort vor, um ein unbeschwertes Leben, so der Vorstand, zu führen. Mit dem Nahversorger, dem Tante- Emma-Laden, zwei Banken, Kindergarten, Schule, Gaststätte, dazu noch zahlreiche Ortsvereine und Gruppierungen (Fußball, Karneval, Männergesangverein, Invaliden- & Seniorenverein) und ganz nebenbei die attraktive Wohnanlage am Rande des Naherholungsgebietes und nicht zuletzt die günstige Verkehrsanbindung.

„Was will Mann oder Frau mehr“, stellen abschließend Vorsitzender Thomas Magney und Geschäftsführer Bernd Lausberg die Frage. Beide sagen, dass sie sich auf ihr Jubiläumsfest mit ihrem großen Team freuen.

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