Wertvolle Tipps für ein sicheres Zuhause

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
9780424.jpg
Bezirksdienst, Feuerwehr und Kriminalkommissariat demonstrierten und informierten mit Michael Koch, Petra Leitner, Bernd Frohn, Manfred Beier, Rüdiger Bläsius, Siegfried Dobbermann, Rolf Dohmen und Norbert Winkler in Roda zum Thema Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist ein Dauerthema, das jetzt gut 50 Interessierte in das Pfarrzentrum St. Gertrud lockte. Eingeladen dazu hatte der Bezirksdienst der Polizei in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr, sowie dem Netzwerk „Zuhause sicher“.

Damit Letzteres auch tatsächlich wahr werden kann, boten die fachkundigen Referenten des Abends zahlreiche Mosaiksteine, die dazu beitragen können, nicht nur das Sicherheitsempfinden zu steigern. So wurde beispielsweise mit der Vorstellung von sichtbaren und unsichtbaren technischen Schutzmaßnahmen auch ein Paket an Möglichkeiten präsentiert, wie man es den Einbrechern schwer machen kann. „Es ist immer wichtig, zu wissen, wovor ich mich schützen will“, so Norbert Winkler vom für Prävention und Opferschutz zuständigen Kommissariat 44 der Aachener Polizei.

70 Prozent der Einbrüche geschehen nämlich durch Aufhebeln von Fenster und Türen, während eingeschlagene Gläser mit unter zehn Prozent nur einen kleineren Teil der Einbruchsmöglichkeiten ausmachten. Daher sei es wichtig, Fenster und Türen nicht nur baulich zu sichern, sondern auch die Sicherungen – beispielsweise abschließbare Hebel – auch tatsächlich zu nutzen. „Wenn sie entsprechend nachrüsten, müssen sie das auch nutzen“, ergänzte Kriminalhauptkommissar Manfred Beier, „andernfalls fahren sie von dem investierten Geld besser in Urlaub“, schloss er augenzwinkernd.

Ohnehin mache neben einem möglichst gut gesicherten und bei Ab- wie Anwesenheit verschlossenen Haus auch das persönliche Verhalten einen Großteil der möglichen Sicherheit in den eigenen vier Wänden aus. „Licht an!“, war da nur ein Tipp von Manfred Beier, der betonte, dass ein bei Dämmerung oder in der dunklen Jahreszeit unbeleuchtetes Haus ein viel attraktiveres Ziel für Einbrecher sei. Wenn die dann doch den Weg in Wohnung oder Haus gefunden haben, hört die Unterstützung der Behörden aber nicht auf, wie Beier betonte. „Emotionale Folgen von Einbrüchen machen oft mehr zu schaffen, als der materielle Schaden“, weiß er.

So machten sich Täter keine Gedanken darüber, was sie bei den Betroffenen anrichten. „Das interessiert die überhaupt nicht“, schloss Beier, hingegen interessiert das Kommissariat 44 die Opfer umso mehr. „So besuchen die zuständigen Bezirksbeamten jeden Betroffenen“, betont er, und auch in der Nachsorge sei die Polizei als Freund und Helfer der passende Ansprechpartner.

Informationen dazu, wie Rauchmelder Leben retten können, gab es am Ende des Abends noch von Feuerwehrvertreter Bernd Frohn. Er räumte nicht nur mit manchem Mythos auf, sondern machte klar, dass bei einem Brand oft nur vier Minuten bleiben, um das Gebäude gefahrlos zu verlassen. Eine Rauchvergiftung kann sogar nach zwei Minuten tödlich sein, somit seien fachgerecht installierte und fortlaufend gewartete Rauchmelder eine sinnvolle Investition für mehr Sicherheit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert