Wenn die Stadt Alsdorf mit Unternehmern frühstückt

Von: nt
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Beim Wirtschaftsfrühstück: Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders bei seiner Ansprache. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. Nachdem vor 25 Jahren der Bergbau in Alsdorf endete, hat sich in der Stadt wirtschaftlich viel verändert. Bei einem Wirtschaftsfrühstück mit dem Titel „Weiß statt schwarz – Die Vielfalt der Alsdorfer Wirtschaft“, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe „25 Jahre nach Ende des Bergbaus – Alsdorf entdeckt sich neu“, stattfand, hatten 35 Unternehmer im Eduard-Bistro im Energeticon die Gelegenheit, sich über die Veränderungen und den Zustand der Stadt zu unterhalten.

Ausgerichtet wurde das Frühstück von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Business Park Alsdorf. Der Schirmherr, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, hielt ein Impulsreferat. „Mit dem Ende des Bergbaus hat das Herz des Aachener Reviers aufgehört zu schlagen, ab dann gab es nur Tristesse“, sagte er. Aber: Alsdorf habe es geschafft, sich in eine neue Zeit hineinzuentwickeln, indem es nach dem Bergbauende den Blick nach vorne gerichtet habe, betonte er. Heute stehe die Stadt besser da als zu Beginn der Kohlekrise.

Bürgermeister Alfred Sonders unterstrich, wie wichtig insbesondere das Thema Bildung für die Wirtschaft sei: „Sie brauchen für den Erfolg ihres Unternehmens gut qualifizierten Nachwuchs.“ Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei heute ein wichtiger Standortfaktor, um qualifiziertes Personal vor Ort akquirieren zu können. Die Stadt investiere deshalb sehr viel in die Bildung.

Bei einer Podiumsdiskussion unterhielten sich die Unternehmer Ralf David, Geschäftsführer des Süßwarenherstellers tri d‘Aix, Dr. Armin Kraus, Geschäftsführer des Technologieunternehmens 4Jet Technologies, Dr. Christian Coppeneur-Gülz, Geschäftsführer von der WWM GmbH & Co. KG, die sich selbst als Marketing Ökosystem bezeichnet, und Franz Hermanns, Geschäftsführer der Versand- und Handelsgesellschaft 3Pagen. Moderator Prof. Dr. Axel Thomas wollte von ihnen wissen, wie sie den Standort Alsdorf sehen.

Besonders die Infrastruktur wurde gelobt: „Alsdorf ist ein Tor zur RWTH. Mitarbeiter können durch die gute Infrastruktur schnell von hier nach Aachen gelangen“, sagte Dr. Kraus – gerade für forschungsorientierte Unternehmen ein Pluspunkt. Allerdings wäre es wünschenswert, eine bessere ÖPNV-Verbindung zu schaffen, merkte er an. Sonders entgegnete, eine Anbindung der Euregio-Bahn an den Business-Park sei in Planung. Hermanns kritisierte den Attraktivitätsverlust der Stadt in den letzten Jahrzehnten – mit Ausnahme des Tierparks und des Cinetowers. Mehr Werbung sei nötig, um die Besucherzahlen zu steigern.

Wie die Geschichte Alsdorfs denn bei den Mitarbeitern ankäme, wollte der Moderator mit einem Blick auf die Geschichte des Bergbaus wissen. „Die Historie ist bei den Mitarbeitern gar nicht so präsent. Viele sind nicht aus Alsdorf“, antwortete David. Er forderte, den Blick auf die Zukunft zu richten und sich folgende Fragen zu stellen: Was kann Alsdorf? Wo will man hin?

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