Würselen - Wenn das Sterben zum Beruf gehört: Umgang mit Tod und Trauer

Wenn das Sterben zum Beruf gehört: Umgang mit Tod und Trauer

Letzte Aktualisierung:
Erwerben wichtige Kompetenzen
Erwerben wichtige Kompetenzen für sich und ihre künftigen Patienten: die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger.

Würselen. Es ist ein ungewöhnlicher Ortswechsel für die Auszubildenden, und ungewöhnlich ist auch das Thema, mit dem sie sich zwei Tage lang beschäftigen: Es geht um Trauer, um Tod, um Sterben.

Die 30 Azubis des Mittelkurses der Schule für Pflegeberufe am Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion haben ihre normalen Unterrichtsräume gegen die Benediktinerabtei in Kornelimünster getauscht. Pfarrer Theodor Maas leitet den Unterricht.

Die zukünftigen Gesundheits- und Krankenpfleger sollen sich gezielt mit dem ebenso wichtigen wie sensiblen Thema „Sterben, Tod und Trauer” auseinandersetzen. Denn sicher ist: Es wird die jungen Menschen in ihrem Berufsleben begleiten. Der ausgebildete Trauertherapeut, Pfarrer Theodor Maas, legt die Schwerpunkte auf den Umgang mit eigener Endlichkeit, auf die Begleitung von Sterbenden und ihrer Angehörigen, auf das sensible Vorgehen bezüglich der Sterberituale anderer Religionen, die Auseinandersetzung mit Nahtoderlebnissen und deren Auswirkungen auf die Betroffenen sowie die Frage des Lebens nach dem Tod.

Das MZ will mit dem Seminar erreichen, dass die Auszubildenden nicht nur in der Theorie gut sind, sondern auch einen guten und professionellen Umgang mit den Patienten pflegen. „Es ist uns wichtig, unseren Auszubildenden auch die traurigen Seiten ihres Berufes nahezubringen. Dazu gehört auch, mit dem Eindruck eigener Endlichkeit, mit Sterben, Tod und Trauer umgehen zu können”, sagt Dozent Theodor Maas. „Klar ist, dass man sich in diesem Beruf mit Medikamenten, Behandlungen und Krankheiten auskennen muss, doch dieses Wissen alleine reicht nicht aus.” Genauso wichtig sei es, gefühlvoll mit Menschen, seien es Kinder, Erwachsene oder Senioren, umzugehen, „ihre Signale aufzufangen und auf unterschiedliche Situationen entsprechend eingehen zu können”.

In guten Händen

Das Seminar trage dazu bei, dass Patienten im MZ in guten Händen seien und von sensiblem Personal versorgt und betreut werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert