Weniger Gewalt und mehr Diebstähle

Von: ag
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Solche Szenen sind 2008 seltener geworden: Die Zahl der Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen ging im Nordkreis insgesamt um 14 Prozent zurück. Foto: stock

Nordkreis. Die Zahl der in der polizeilichen Kriminalstatistik verzeichneten Fälle ist im vergangenen Jahr im Nordkreis um 1,6 Prozent von 12.829 auf 13.039 gestiegen. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote um 1,8 Prozent von 50,6 auf 48,8 Prozent.

Dies geht aus dem Bericht zur Kriminalitätsentwicklung 2008 hervor, die die Polizei am Donnerstag veröffentlichte. Demnach wurden in Alsdorf 4674 (plus 7) Straftaten angezeigt, in Baesweiler 1898 (plus 3), in Herzogenrath 3403 (minus 4) und in Würselen 3063 (minus 0,2).

Verdeckte Maßnahmen

Zugenommen haben Diebstahlsdelikte und Delikte, die zur Straßenkriminalität gerechnet werden. Unter diesem Begriff werden alle Delikte zusammengefasst, „die von der Straße ausgehen, dort stattfinden oder beendet” werden.

Um 7,6 Prozent von 3548 auf 3817 erhöhte sich die Zahl dieser Fälle im Nordkreis. Maßgeblich dafür ist vor allem Alsdorf mit 1434 Delikten, das bedeutet einen Anstieg von 40 Prozent. Dabei handele es sich hauptsächlich um Diebstähle aus Kraftfahrzeugen, erklärte Helmut Wälter, Leiter der Direktion Kriminalität.

Eine offene Präsenz der Polizei werde nicht genügen, deshalb würden ab Mitte April verdeckte Maßnahmen ergriffen. Polizeipräsident Klaus Oelze versicherte, dass Alsdorf einer der Schwerpunkte in der Polizeiarbeit sein werde. „Wir werden nicht tolerieren, dass welche Klientel auch immer in Alsdorf über die Stränge schlägt. Die Herren werden sich noch umgucken”, gab sich der Polizeipräsident kämpferisch.

Ein Anstieg von acht Prozent ist bei Diebstahlsdelikten insgesamt zu verzeichnen. Besonders groß ist der Anstieg bei Wohnungseinbrüchen in Baesweiler mit einem Plus von 42 Prozent von 69 auf 98 Fälle. Dies könne nicht auf Besonderheiten zurückgeführt werden, Oelze vermutet, dass die Täter selbst vor Ort leben und günstige Gelegenheiten ausnutzen.

Die Geschäftseinbrüche im Nordkreis sind hingegen um 18 Prozent zurückgegangen. Auch die Ladendiebstähle gingen um etwa acht Prozent zurück. Erfreulich ist auch der Rückgang der Gewaltdelikte um 13 Prozent von 679 auf 592.

Aufgeklärt wurden 76 Prozent dieser Delikte. Die Fallzahlen der Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen sanken um 14 Prozent. Raubüberfälle auf Geschäfte, Spielhallen oder Tankstellen gab es 3,85 Prozent weniger.

Außerdem wurden 14 Prozent weniger Fälle der gefährlichen Körperverletzung angezeigt. In allen Bereichen des Nordkreises ging der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren zurück. Ihr Anteil lag bei weniger als 30 Prozent.
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