Wenig einladend: Lindenplatz soll jetzt aufgewertet werden

Von: Karl Stüber
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Wenig einladend: Der Lindenplatz in Würselens Zentrum ist ungepflegt. Foto: Karl Stüber
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Wenig einladend: Der Lindenplatz in Würselens Zentrum ist ungepflegt. Foto: Karl Stüber
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Ihren festen Platz behalten soll die Brauchtumspflege. Foto: Karl Stüber
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Ihren festen Platz behalten soll die Brauchtumspflege. Foto: Karl Stüber

Würselen. Einsam liegt der Lindenplatz im Kern von Würselen im Abendlicht. Reichlich „bevölkert“ ist die gepflasterte Fläche unter den Bäumen nur durch Gras, das durch die Fugen drängt. In die Jahre gekommene Pflanzkübel, die das Befahren mit Autos verhindern sollen, haben schon lange keine pflegende Hand mehr gesehen.

Baumdicke Betonpoller, die ebenfalls Fahrzeuge fernhalten sollen, die ansonsten dort geparkt werden könnten, tragen zum „Festungscharakter“ dieser Fläche bei, die doch eigentlich zum Aufenthalt, ja zum Flanieren „unter den Linden“ einladen sollen. Schade. Der Bereich soll nun deutlich aufgewertet werden, hat sich die Stadt Würselen vorgenommen. Im Rahmen des „Integrierten Handlungskonzept Innenstadt“ (IHK) hierfür beantragte Fördermittel fließen, lautet die gute Nachricht.

Eine erste Zuwendung für die Aufwertung der City in Höhe von 773.000 Euro hat das Land zugesagt. Mit dem Geld soll neben der Umgestaltung des Lindenplatzes das städtebauliche Gutachten zur Nachnutzung des Realschulstandortes, die Projektsteuerung des IHK, das Quartiersmanagement, die Bürgerbeteiligung, und die Unterstützung privater Baumaßnahmen finanziert werden.

Der Entwurf für die Umgestaltung des Lindenplatzes, den das Büro Land Germany aus Duisburg auf Basis einer Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung erarbeitet hat, wurde im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss diskutiert. Und das Vorhaben dürfte auch bei der am Dienstag, 6. Juni, im Alten Rathaus (Beginn 19.30 Uhr) geplanten Bürgerinformationsveranstaltung für Gesprächsstoff sorgen. Es sollen sieben von derzeit 25 Parkplätzen wegfallen. Der Raum wird vor allem für das Anpflanzen weiterer Linden, hier Winterlinden, genutzt werden. Allerdings sollen auch drei alte Bäume fallen.

Auf Nachfrage von Sven Karl Schmitz (CDU) sagte Manfred Schmitz-Gehrmann vom Team Stadtplanung und Umwelt der Stadt Würselen, dass es im Prinzip genügend Parkplätze an der nahen Kreuzstraße gebe, dort aber die Parkordnung angepasst werden müsse. Neben Flächen, die Anwohnern vorbehalten seien, gebe es einen Bereich, der teilweise von Dauerparkern, die an der Kaiserstraße arbeiten würden, tagsüber blockiert wird. Dies könnte verändert werden.

Das Fällen von drei alten Linden, „nur“ weil sie solitär und „störend“ auf dem Platz stehen und nicht am Rand, wurde kritisch gesehen. Seitens der Verwaltung war zu hören, dass ein Baum stark angegriffen sei, ein anderer die Kanalisation beschädigt habe. Nun soll noch einmal geprüft werden, ob die Bäume nicht doch zu halten sind. Wenngleich die zusätzlichen Winterlinden eine kleinere Krone gegenüber herkömmlichen Linden aufweisen würden, seien diese in Parkbereich nicht zu empfehlen, weil die darunter stehenden Fahrzeuge „verklebt“ werden würden, lautete weitere Kritik.

Diskussionsstoff bot ebenso der Vorschlag des Fachbüros, auf dem zu erhaltenden Pflaster einen Fahrradweg zu kennzeichnen, um zum Beispiel den Spielbereich von kreuzenden Radlern zu entlasten. Klar wurde, dass dies nur ein Angebot für Radler sein könne, eine Verpflichtung, diesen Weg auch unbedingt zu nutzen, gebe es nicht, räumte Schmitz-Gehrmann ein.

Derzeit liegen die Kosten für Verbesserungsmaßnahmen auf dem Lindenplatz bei netto rund 180 000 Euro. Darin enthalten sind mehrere neue, acht Meter lange Sitzbänke, neue Mastleuchten und neue Spielgeräte mit Fallschutzboden. Verworfen wurde mit Blick auf die Betriebskosten ein Wasserspiel.

Gewährleistet bleibt auf jeden Fall, dass weiterhin die Kirmes (nebst Zeltaufbau) dort stattfinden kann. Natürlich soll auch der Maibaum weiter dort stehen dürfen, wie es hieß. Noch nicht berücksichtigt wurden Querungshilfen im Bereich Poststraße. Die Rede war von Zusatzkosten in Höhe von rund 30.000 Euro.

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