Weitere 3000 Unterschriften gegen Tihange

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Rund 3000 neue Stimmen gegen Tihange: Bianca Mattar aus Würselen (4.v.r.) überreichte Städteregionsrat Helmut Etschenberg (3.v.r.), den Fraktionsvorsitzenden sowie dem Personalratsvorsitzenden Frank Schalge (3.v.l.) erneut viele Unterschriften, mit denen die Bürger eine sofortige Abschaltung des maroden Reaktors fordern. Damit haben sich bereits rund 3700 Bürger für eine sofortige Abschaltung eingesetzt. Foto: Städteregion Aachen

Städteregion. Vor etwas mehr als einem halben Jahr war Bianca Mattar schon einmal im Haus der Städteregion. Da überreichte die Mutter eines kleinen Jungen aus Würselen rund 700 Unterschriften von Würselener Bürgern, mit denen sie die sofortige Abschaltung des maroden Reaktors Tihange 2 fordert. In der Zwischenzeit kamen sogar 3000 weitere hinzu.

 „Wie schon im Frühjahr bin ich in Würselen wieder auf die Straße gegangen, habe Leute angesprochen und Unterschriften gesammelt.“ Mattar hat die Listen jetzt an Städteregionsrat Helmut Etschenberg, die Fraktionsvorsitzenden der im Städteregionstag vertretenen Parteien und an den Personalratsvorsitzenden Frank Schalge überreicht. „Für dieses große bürgerschaftliche Engagement bin ich sehr dankbar. Es zeigt, wie sehr das Thema alle Menschen in unserer Region bewegt,“ freut sich Etschenberg über die Unterstützung.

Bianca Mattar, die Demenzbegleiterin in der Altenpflege ist, betont, dass auch die 3000 neuen Unterschriften noch nicht das Ende ihrer Bemühungen sein sollen: „Ich höre erst auf, Unterschriften zu sammeln, wenn Tihange wirklich abgeschaltet ist.“

„Wir sollten alle Möglichkeiten nutzen, um der Forderung „Stopp Tihange“ Nachdruck zu verleihen!“ So fasste der Vorsitzende der Naturfreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein, Bruno Barth, den Beschluss der letzten Vorstandssitzung zusammen, das NF-Gelände in der Comeniusstraße in Merkstein für eine Messstation zu Radioaktivität zur Verfügung zu stellen.

Das große Außengelände eignet sich nicht nur hervorragend für einen solchen Zweck, sondern unterstreicht auch die Meinung der NF, deren Widerstand gegen die Atomenergie eine lange Tradition hat. Hans Aust aus dem Vorstandsteam der NF hatte diese Idee eingebracht, inspiriert durch den von unserer Zeitung verbreiteten Aufruf, in dem Grundstücke für die Aufstellung von Messstationen gesucht wurden. Inzwischen haben die NF ihr „Angebot“ an das „Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie“ geleitet.

Die Forderung „Stopp Tihange“ erfährt in unserer Region breite Unterstützung. Die NF bemängeln allerdings, dass insgesamt von verantwortlichen Politikern mehr getan werden könnte. So vermissen die NF neben verbalen Bekenntnissen, dass ernsthaft versucht wird, den Transport von angereichertem Uran von Gronau und Lingen nach Tihange zu stoppen.

Das gilt auch für einen Antrag im Bundestag, die sogenannte „Brennelementesteuer“ nicht Ende 2016 geräuschlos auslaufen zu lassen und damit die Atommailer profitabler zu machen. Die angeschriebenen Parlamentarier aus unserer Region äußerten sich dazu zum Teil ausweichend oder antworteten erst gar nicht.

www.naturfreunde-nordeifel.de

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