Weiter Kopfzerbrechen um Zukunft der Schullandschaft

Von: jk
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Würselen. Wie geht es in Würselen mit der Schullandschaft weiter? Die Hauptschule verzeichnet sinkende Anmeldezahlen, für das nächste Schuljahr haben sich bislang nur 13 Schüler angemeldet. Somit erfüllt sie die von der Bezirksregierung vorgegebenen Bedingungen zum Fortbestand nicht.

Mindestens 18 Schüler sind vorgeschrieben. Trotzdem hat die Bezirksregierung eine Sondergenehmigung erteilt. Mit dem Vermerk, dass im Schuljahr 2012/2013 bei ähnlich niedrigen Anmeldezahlen die Hauptschule nicht weiter bestehen kann. Für den Bildungsausschuss hatte die Verwaltung Anmeldezahlen zusammengetragen und Vorschläge zur Lösung gemacht.

So käme eine Auflösung der Hauptschule in Frage, indem Nachbarkommunen in zumutbarer Entfernung die Beschulung der Hauptschüler übernehmen. Oder es wird eine organisatorische Verbundschule aus Real- und Hauptschule eingerichtet. Dritte Möglichkeit: Würselen beteiligt sich am Modellversuch „Gemeinschaftsschule”, bei der in der Regel bestehende Schulen zusammengeführt werden. Ob dies ein Modell der Zukunft ist, scheint aber derzeit nicht sicher. Die von der Verwaltung favorisierte Alternative ist die Neuerrichtung einer Gesamtschule. Zwischen 2005 und 2010 wechselten jedes Jahr 12 bis 17 Prozent der Schüler zur Sekundarstufe 1 auf eine Gesamtschule, argumentiert die Verwaltung. Es gebe also einen nachgewiesenen hohen Bedarf.

Ein Antrag der SPD-Fraktion vom 9. Mai fordert außerdem ein Eltern-Befragungs-Verfahren, um den Elternwillen zu ermitteln. Die Bezirksregierung verlangt einen erklärten Bedarf seitens der Eltern, bevor sie die Errichtung einer Gesamtschule genehmigt.

Machbarkeit prüfen

Der CDU-Fraktion reichte die Verwaltungsvorlage nicht aus. Die Partei ist gegen eine Gesamtschule, weil sie eine Konkurrenz zur Realschule und dem Gymnasium darstelle. Sie würde mittelfristig das Aus für die Realschule bedeuten. Bevorzugen würde die CDU-Fraktion, der sich im übrigen in dieser Frage auch die Grünen und die FDP angeschlossen, eine Verbundschule aus Haupt- und Realschule. „Es gibt dringenden Handlungsbedarf, und die CDU will sich dem Problem nicht stellen”, befand Stadtverordnete Doris Harst (SPD). „So werden die Menschen verunsichert.”

Doch die Jamaika-Kooperation setzte sich aufgrund ihrer Stimmenmehrheit durch. Sie fordert zunächst eine umfassende finanzielle und räumliche Machbarkeitsdarstellung bis September.
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