Weinfest in Baesweiler: Viele feine Tropfen in den Gläsern

Von: Sigi Malinowski
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Hier findet jede(r) gute Tropfen: Auch die Weinfest-Liebhaberinnen Heike Gerike, Gabriele Geibel und Nicole Schlösser kamen am Reyplatz schnell azf den Geschmack. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Einen Stilbruch? Nein, den erkennt Lothar Müller hier nicht. Der junge Familienvater hat sich gerade einen Schaschlikspieß mit Fritten und Mayo kredenzen lassen – und trinkt dazu einen leckeren Roséwein anstatt der zu erwartenden Cola oder einem Bier.

Während sich Ehefrau Silvia und Söhnchen „Stropp“ Raphael mal eben ein Frittchen stibitzen. Sie haben noch keinen richtigen Hunger, allenfalls leichten Appetit. Wie die Freunde der Familie Müller sitzen alle trocken unter den Baldachinen am Reyplatz. Das 10. Weinfest steht wettermäßig nämlich nicht gerade unter einem guten Stern.

Aber wenn es schon derart heftig plästert, dann rückt man eben gern zusammen. Willibert und Rosi Dohmen gehören auch zu dieser lockeren Gesellschaft, leisten sich einen „Hugo“ und lauschen dem Vortrag von Karl-Heinz Krusic. Der Mann ist vom Fach und erklärt die Vorzüge, geschmackliche Details und Noten verschiedenster Weine und probiert sie durch. Der Regen stört den Dozenten nicht. Dafür moniert er, „dass es keine Livemusik gibt“. Denn Krusic ist der Meinung, „dass die dem Fest gut gestanden hätte“. Ein paar Sitzreihen weiter ist zu früher Stunde ein Stimmungshoch bei Elisabeth Geurts, Karl-Heinz und Doris Wortmann, Angela Stradt und Reiner Grün zu erkennen. Auch dieser munteren Clique fällt der Regen kaum auf, dafür aber der süffige Chardonnay, den sie sich geleistet haben. Sie werden sich durch die Leckereien probieren und den ersten Tag des Weinfestes – das am Sonntag fortgesetzt wurde – bis zum Ende genießen.

Das sind Worte, die Günter Diederen gerne hört. Der Chef des ausrichtenden Gewerbeverbandes Baesweiler nimmt die Wetterunbill mit der ihm eigenen Gelassenheit. „Da können wir ja auch nichts für, also machen wir das Beste daraus.“ Spricht‘s, hakt seine Gattin unter und stattet den beiden ortsansässigen Weinhändlern einen Besuch ab. Zuerst geht es zur GVB-Kollegin Gabriela Sieberichs. Sie hatte die Hauptarbeit geleistet und das Fest organisiert. Glücklich ist sie angesichts des sich „festigenden“ Regens zwar nicht, aber sie lächelt fortwährend und bekennt: „Ich habe schon vorgesorgt und weiß, dass die Leute verstärkt zum Rotwein tendieren“. Wenn es wärmer gewesen wäre, hätten die leichteren Weißweine in den Absatzlisten klar den Sieg errungen. Gegenüber des Sieberichs-Standes schenkt Weinhändler Rolf Gerards seine Köstlichkeiten ein. Umsatzverlust? „Den kann ich eigentlich nicht erkennen“, ist der Händler nicht unzufrieden. Auch er profitiert von Gästen wie Tobias Römgens oder Markus Schallenberg. Die beiden jungen Männer und ihre Freundinnen waren vor zwei Wochen in Aachen beim Weinfest, „jetzt wollen wir uns auch hier durchprobieren“. Tobias Römgens fügt an: „So lecker wie in Aachen ist das hier auch!“

Bezogen auf Weine und Umgebung können Heike Gerike, Gabriele Geibel und Nicole Schüssler da nur zustimmen. Die drei Frauen haben es sich mit ihren Männern an einem Tisch gemütlich gemacht. Sie sind der Empfehlung von Gabriela Sieberichs gern gefolgt: „In diesem Jahr sind die aromastarken Weine im Kommen“. Da wird doch gerne mehrfach nachgeordert. . .

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