Weinfest auf Würselener Morlaixplatz bietet mehr als nur gute Tropfen

Von: mabie
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Na denn, Prost! Gute Tröpfchen gab es vielerorts beim Würselener Weinfest. Foto: Markus Bienwald
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Schon zum Auftakt waren die Bänke gut gefüllt, die Weinstände der angereisten Winzer und der örtlichen Gastronomie umlagert. Foto: Markus Bienwald
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Auch andere Genüsse gab es, etwa Tänze der „GeeStylers“ und Gesang von Tenor Mario Taghadossi. Foto: Markus Bienwald

Würselen. „Das ist Freitags immer so“, meinte Manfred Wirtz noch um kurz nach sechs, als er auf die leidlich gefüllten Bänke beim Würselener Weinfest blickte. Doch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie (Arge) musste schon wenige Minuten später sein Urteil über den Eröffnungsabend revidieren.

 „Das ist toll“, meinte er nach dem offiziellen Startschuss bei der mittlerweile neunten Auflage des beliebten Festes der Arge auf dem Morlaixplatz mitten in der Stadt.

Schon zum Auftakt waren die Bänke gut gefüllt, die Weinstände der angereisten Winzer und der örtlichen Gastronomie umlagert. Die Menschen genossen den Freitagabend bei bestem Wetter. Die Sommerluft dürfte ihr Übriges zu den guten Besucherzahlen beim Feststart beigetragen haben. So ließen sich die Düvelstädter und ihre Gäste gerne den reichlich eingeschenkten Rebensaft verschiedener Winzer gerne schmecken.

Aber nicht nur flüssigen Genüsse waren beliebt. Davon konnte auch Ralf Finders ein Lied singen, der mit seiner Frau Astrid zum zweiten Mal mit seinem „Räucherwerk“ beim Weinfest dabei war. „Ich habe mich schon richtig auf Würselen gefreut“, sagte er und nahm dabei schon am Freitag Bestellungen für die Folgetage für seinen frisch und vor Ort geräucherten Fisch entgegen. „Wir haben jetzt schon Fans in Würselen gefunden“, freute sich Finders, ehe er für Samstag einen fünf Kilo schweren Lachs in den eigens gebauten, doppeltürigen Räucherschrank hängte.

Leibliche Genüsse gab es in Würselens Zentrum im Überfluss: vom Grillgut über den knackigen Flammkuchen bis hin zu vor den Augen der Gäste hergestellten Süßwaren reichte die Palette. Dazu gab es auch manchen Hörgenuss. Dafür sorgte alleine schon Mario Taghadossi, der Stammgast beim Weinfest ist. Mit mit seinem Gesang bewegte er zur Eröffnung die Menschen. Zwar plagten den in Würselen lebenden Tenor ein paar Halsprobleme, doch die schienen mit dem ersten Takt wie weggeblasen. „Wenn man von Amerika aus im Flugzeug unterwegs ist, dann kann es durch die Klimaanlage im Flieger schon mal in der Kehle kratzen“, meinte er später augenzwinkernd.

Mitreißende Art

Mit seiner mitreißenden Art pries der Sänger den herrlichen Chianti-Wein oder ließ mit „Ein Freund, ein guter Freund“ ein Hochlied auf die Freundschaft erklingen. Taghadossi moderierte auch die vielen Beiträge, die mittlerweile zum festen Programmbestandteil geworden sind. Etwa die die Crews des Tanzstudios Guido Kreiten. Dessen „GeeStylers“ fegten an allen Tagen mit ihren Streetdance-Einlagen über die zentral gelegene Bühne unter dem zum Sonnen- und auch Regenschutz gespannten Fallschirm, dass es eine Freude war. Freude machte auch die Perserin Arezoo Rezvani. Sie spielte auf der „Santur“, einem persischen Instrument.

Musik pur gab es von „Anything But Shoes“, deren Bandmitglieder zwar nicht wirklich alle barfuß auftraten, aber bar jeder Starattitüde deutsche und internationale Hits spielten. Darüber freute sich der „musikalische Direktor“ Mario Taghadossi besonders, „denn wir unterstützen die jungen Leute gerne, schließlich sind sie die Musiker der Zukunft.“ Noch mehr musikalische Gäste wie Dawn Marie Flynn aus New York, der „Öcher Elvis“ Baffy Scorpion, Trompeter Bruce Kapusta und nicht zuletzt die Talentshow am Sonntagnachmittag machten das Weinfest zu einem Genuss, der weit über die rein kulinarischen Genüsse hinausging. Und so war es wohl genau diese geschmackssichere Mischung, die schon zum Start ein dickes Lächeln auf das Gesicht eines zufriedenen Manfred Wirtz zauberte.

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