Weinfest auf dem Reyplatz: Baesweiler noch attraktiver gestalten

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
12690012.jpg
Am Eingang zur Kückstraße in Baesweiler: Gabriela Sieberichs, Vorsitzende des Gewerbeverbandes Baesweiler, und ihre Mitstreiter setzen sich für eine Attraktivierung der Einkaufsstraße ein. Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Die Vorbereitungen für das beliebte Weinfest auf dem Reyplatz am im 10. und 11. September laufen auf vollen Touren. Etwa zehn Winzerstände sind dort am zweiten Septemberwochenende vorgesehen, hinzu kommt Gastronomie.

Von dem zweitägigen Fest werden natürlich auch die Geschäfte ringsum besonders profitieren. „Komm, lass uns nach Baesweiler fahren, denn da ist was los - und da ist es gemütlich!“ Das ist das, was Gabriela Sieberichs und ihre Mitstreiter vom Gewerbeverband Baesweiler gerne hören und immer wieder neu erreichen wollen. Sieberichs betreibt ein Fachgeschäft für Wein sowie andere Gaumenfreuden und angenehme Sachen mehr.

Es ist viel zu tun und das Gelingen des Festes wichtig. Aber das gilt keineswegs nicht nur dieses Projekt, sondern noch viele andere in der Stadt – und das für alle Gewerbetreibenden in Baesweiler. Sieberichs ist seit April Vorsitzende des Gewerbeverbandes Baesweiler, den Günter Diederen viele Jahre geleitet hatte. Es ist und bleibt viel zu tun – gemäß dem eigenen Anspruch „Immer am Herzschlag unserer schönen Stadt Baesweiler orientiert.“

Übers Jahr geht es Schlag auf Schlag, Am Sonntag, 2. Oktober, folgt schon die Aktion „Oktober-Shopping.“ Das Interesse an der Einkaufsstadt Baesweiler will hoch gehalten sein, die Erwartungen der potenziellen Kunden sind hoch. Angedacht ist für die Oktoberaktion ein spezieller Reiz, wie Sieberichs in der Mittagspause erzählt.

Warengutscheine könnten ausgelobt und gegebenenfalls unter den Gewinnern ausgelost werden, die in den Schaufenster von Fachgeschäften entdecken, was dort bestimmt nicht hingehört, und auf einem Teilnahmebogen entsprechend vermerken.

Da könnte beim Optiker plötzlich ein Sattel in der Auslage liegen, in der einer Apotheke hochhackige Schuhe stehen oder beim Bäcker ein schickes Kleid hängen. „Das erhöht den Reiz, sich mit den Angeboten der Geschäfte intensiver auseinanderzusetzen –und vielleicht auch hineinzugehen, weil man etwas Ansprechendes entdeckt hat“, sagt Sieberichs.

Das neue Nahversorgungszentrum am alten Feuerwehrturm sieht Sieberichs positiv. Das bringe mehr Frequenz für die City. Dass jetzt „Stühlerücken“ um freiwerdende Ladenlokale nahe dem großen Parkplatz bei Edeka und Aldi eingesetzt hat, sei nachvollziehbar. Der dm-Markt zieht ins ehemalige Ladenlokal von Edeka, in das danach neu nutzbare dm-Areal der Herrenausstatter Ralf Schmitz. Der Räumungsverkauf läuft in seinem derzeitigen Geschäft an der Kückstraße.

Sieberichs sagt aber auch, dass mit Blick auf die Einbahnstraße, die sich vom Reyplatz aus bis zur Kirchstraße auf Höhe des neuen Nahversorgungszentrums durch die Innenstadt zieht, auch etwas für das Einfallstor Kückstraße getan werden muss, um weiter für Kunden zu sorgen.

Ausdrücklich lobt sie hier das „Integrierte Handlungskonzept“ für Baesweiler, das Rat und Verwaltung angeschoben haben und das Fördermittel für Infrastrukturmaßnahmen in die Innenstadt spülen soll. „Wir müssen sehen, dass wir die Attraktivität der Straße halten und ausbauen“, sagt die Vorsitzende des Gewerbeverbandes.

Klar ist, dass die Straße aus Händlersicht nicht zu aufwendig umgebaut werden soll, da ansonsten gerade die kleineren Geschäfte während der Bauzeit stark unter Umsatzrückgang leiden würden, sagt Sieberichs. Das habe auch ein Workshop deutlich gemacht.

Die Anlieger hoffen auf ein effizientes Baustellenmanagement, wen es soweit ist. Probleme gibt es mit den größeren Bäumen im Verlauf der Kückstraße. Wurzelwerk hat an einigen Stellen den Gehsteig angehoben. Die Beschattung ist teilweise zu intensiv. Allerdings soll es weiterhin eine Begrünung geben – auch Bäume.

Die Straße soll durch kleinere Verweilpunkte aufgewertet werden, damit die Besucher und Kunden ermutigt werden, von Punkt zu Punkt und dabei natürlich von Geschäft zu Geschäft weiterzugehen und dabei einzukaufen.

Thema sind ebenfalls Leerstände. Hier gibt es verschiedene Ideen, damit umzugehen. so könnte in einem bislang nicht genutzten Ladenlokal etwa ein Informationspunkt unter Beteiligung der Kaufleute eingerichtet werden.

Existenzgründer und andere interessierte Geschäftsleute könnten versuchsweise Ladenlokale nutzen. Gut findet Sieberichs auch die Idee, vorübergehend leer Schaufenster von Innen mit Motivfolien zu bekleben, die komplette und gut gefüllt Geschäfte zeigen mit der Aussage: „Hier könnte Ihr Geschäft sein!“

Als Pilotprojekt könnte schon im Herbst eine neue Werbeplattform in ersten Geschäften anlaufen. Dort sollen Monitore aufgestellt werden, über die auch andere geschäftsbeworben werden sollen. „Das findet in den Schaufenstern statt.“

Das Vorhaben soll im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) für die Innenstadt gefördert werden, ist mit der Kommune vereinbart. „Wenn später möglichst alle Mitglieder des Gewerbevereins auf diese Weise gegenseitig aufeinander aufmerksam machen, haben alle was davon“, sagt Sieberichs.

Gedacht ist daran, in einem weiteren Schritt Infosäulen mit elektronisch gesteuerten wechselnden Inhalten an Orten aufzustellen, an denen sich Menschen länger aufhalten und Zeit haben, die Nachrichten aufzunehmen. „Etwa an Bushaltestellen“, sagt die Vorsitzende des Gewerbeverbands Baesweiler.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert