Weihnachtsmarkt in Rolduc für einen guten Zweck

Von: mabie
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Unterhaltung und Spaß für Kinder: Auch das gibt es beim Indoor-Weihnachtsmarkt in den Klostermauern von Rolduc. Foto: Markus Bienwald

Kerkrade. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt? Ja gerne, aber dann muss die dicke Jacke mit. „Bei uns reicht ein Pulli“, sagt Frans Diels lächelnd. Die Jacken werden an der Garderobe abgegeben, dann geht es hinein ins Vergnügen.

Denn gemeinsam mit seinen Freunden vom Rotary-Club Kerkrade bietet er einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt. Innen findet der statt und kann dazu noch mit einem wirklich außergewöhnlichen Veranstaltungsort glänzen. Denn die dicken Klostermauern von Rolduc bieten an drei Wochenenden vor Weihnachten die Chance, den Weihnachtsmarkt der anderen Art kennenzulernen.

Und dazu müssen Frans Diels und sein Clubkollege Huub Linssen ein wenig zurückblicken. „Früher hat Rolduc den Markt selbst organisiert“, sagt Linssen, der für alles Organisatorische verantwortlich zeichnet. „Aber irgendwann war der Aufwand für Rolduc nicht mehr tragbar“, ergänzt Frans Diels. Nachdem es in einem Jahr keinen Markt auf Rolduc gab, entschlossen sich die rund 30 Mitglieder des Rotary-Clubs, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen.

Großer Aufwand

Welchen Aufwand sie sich damit aufhalsten, hatten sie vielleicht nicht im Blick, aber schließlich geht es bei den Rotariern neben dem guten Zweck auch immer darum, etwas für Gesellschaft und Geselligkeit zu tun. „Wir beginnen eigentlich immer mit den Vorbereitungen, wenn der letzte Stand im Kreuzgang abgebaut ist“, erzählt Huub. Das bedeutet nicht nur, die 70 Freiwilligen, die sich als Freunde der Rotarier gerne zur Verfügung stellen. „Wir hatten in diesem Jahr etwa 280 Anfragen für Stände“, schätzt Linssen. 63 Stände sind zu vergeben und da sich die Organisatoren die Bestücker genau aussuchen können, kommt hier eine ausgesuchte Mischung zu einem wirklich einzigartigen Weihnachtsmarkt zusammen.

Schmuck, Literatur, Kunst

Das schätzten im letzten Jahr rund 10.000 Besucher, eine Zahl, die in diesem Jahr noch getoppt werden soll. Es gibt Schmuck, Literatur, Handwerkliches, aber natürlich auch alles für das bevorstehende Fest und etwas für Leib und Seele. „Wobei wir die Bewirtung der Besucher komplett dem Team von Rolduc überlassen“, wirft Frans Diels ein. Wo bleibt denn da der gute Zweck, mag sich mancher Besucher fragen, denn bis hierhin gleicht alles einem, wenn auch sehr edel umgesetzten Weihnachtsmarkt. „Wir unterstützen in diesem Jahr die Restaurierung der Orgel von Rolduc“, sagt Diels. „Und wir finanzieren damit ein Projekt, dass es Flüchtlingen ermöglicht, die niederländische Sprache zu erlernen“, ergänzt Linssen. Dafür wird das Geld aus dem fälligen Eintritt für den Markt und den Ständen genutzt, aber natürlich sind auch Spenden gerne gesehen.

Wer sich in die vom Kreuzgang mit den Ständen bequem erreichbare Kapelle begibt, wird gleich von Musik und Gesang empfangen. Pro Wochenende stehen hier sechs bis zehn Musikgruppen auf dem Programm, und immer wieder ist auch die Orgel zu hören. Was an Spenden bisher dabei herumgekommen ist, verraten die Rotarier zwar nicht, klar ist aber, dass sie gerne auch für einen Rundgang bereitstehen. So ist im Keller beispielsweise die berühmte „Miljoenenlijn“, eine bekannte lokale Bahnstrecke, im Maßstab 1:87 zu bewundern. „Die Sachen sind so originalgetreu nachgebaut, dass manche Besucher spontan sagen: ‚Guck mal, da habe ich früher gewohnt‘“, sagt Frans Diels.

Puppe in der Krippe

Draußen gibt es natürlich auch noch etwas zu sehen. Eine lebende Krippe ist dort installiert, zwar mit Puppen-Baby, aber echten Menschen und Tieren, die ein Clubfreund von seinem Bauernhof mitgebracht hat. Auch eine Weihnachtsbaumausstellung ist zu sehen.„Hier haben sich 150 Kinder der umliegenden Schulen verwirklicht“, schließt Frans Diels den Rundgang.

Eine Jury redet sich die Köpfe heiß darüber, welcher der vielen Bäume nun der schönste ist. Doch das ist für die Rotarier nicht so wichtig, schließlich wollen sie einen tollen Markt für einen guten Zweck anbieten.

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