Weihnachtsmarkt auf dem Kirchvorplatz: Wohlfühlen im Lichterglanz

Von: mas
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Baesweiler. Tochter Nike möchte aufs Karussell, Vater Sven einen Kakao schlürfen, und seine Frau Andrea hat Gelüste auf eine Currywurst „mit allem drum und dran“. Dafür trennt sich Familie Butzbach aber nicht auf dem Baesweiler Weihnachtsmarkt. Die unterschiedlichen Vorlieben werden Schritt für Schritt bedient. Man hat eben Zeit. Oder man nimmt sie sich.

Wie den gemütlich schlendernden Butzbachs geht es am Eröffnungstag vielen Besuchern: Hier gucken, da probieren, dem Nikolaus die Hand schütteln, sich von ihm beschenken lassen, nebenan einen Plausch mit den Freunden führen.

Oder sich über den Kundenzuspruch freuen. Das geht beispielsweise Ulrike Grein so. Sie hat ihr Holzbüdchen mit reichlich Spielzeug bestückt. Natürlich auch aus Holz. „Das wollen die Leute, und das kaufen sie auch“, ist die Geschäftsfrau kurz nach Öffnung des Marktes schon „sehr zufrieden mit dem Zuspruch“.

Ähnlich wie sie empfindet es Günter Diederen. Der Gewerbeverbandsvorsitzende – Baesweilers GVB ist verantwortlich für die Ausrichtung des Marktes – überrascht mit ungewohnter Kleidung – er ist „in zivil“ unterwegs. Jahrelang hat der Chef selbst Glühwein verteilt und mit roter Nikolausmütze im kleinen Festzelt die Leute bei Laune gehalten. „Da komme ich jetzt nicht mehr zu, das macht Pascal Clermont nun in gleicher Qualität“, ist Diederen seit gut 14 Tagen mit einem zusätzlichen Vollzeit-Job versehen.

Der Markt fordert Manpower, aber er gibt ja auch viel. „Die Bedingungen sind sehr gut, die Leute kommen und fühlen sich bei uns wohl“, hat Diederen zur Eröffnung gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Willi Linkens festgestellt. Erste Lose haben sie gezogen und mit Blick auf die übervolle große Lostrommel festgestellt: Die Kunden sind „ihrem“ Baesweiler treu. Das kann man an der Anzahl der vielen tausend eingereichten Lose auch ablesen.

Während es hier um die Ermittlung der Gewinner von Einkaufsgutscheinen geht, hat der 12-jährige Bastian Vazquez an anderer Stelle schon ertragreich zugeschlagen. Mit seiner Mutter hat es ihn an die Rubbelbude des Gartenbauvereins gezogen. Dort haben Angelika Wilke und Doris Lopacki genau das richtige Los für den Overbach-Gymnasiasten herausgezupft. Eine dicke Schinkenwurst, fast einen halben Meter lang, nimmt der Knabe mit nach Hause. Und wird möglicherweise bis Sonntag noch mal wiederkommen. So wie viele. Denn Sonntag gibt’s den Hauptpreis.

Den haben die GVBler schon vorher für sich gezogen. Ihr Gewinn: Der Markt ist beliebt. Und dafür hat sich die Plackerei gelohnt.

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