Nordkreis - Weihnachtsaktion: Viele Spendenkugeln füllen die Bäume

Weihnachtsaktion: Viele Spendenkugeln füllen die Bäume

Von: mabie
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Spendenkugeln
Viele Spender: Der Kohlscheider VR-Bank-Geschäftsstellenleiter Thomas Leson (l.) freute sich mit Ulla Wessels und Jürgen Schulz-Wachler vom Kinderschutzbund über ein tolles Ergebnis. Foto: Markus Bienwald

Nordkreis. Eine satte Steigerung konnte der Kinderschutzbund Alsdorf-Herzogenrath-Würselen bei seiner jüngsten Weihnachtsbaumaktion verbuchen. „Im Gegensatz zu 2013 konnten wir ein Plus von 1995 Euro verzeichnen“, freute sich Jürgen Schulz-Wachler vom Vorstand bei der Bilanz in der VR-Bank in Kohlscheid.

So kamen insgesamt 5595 Euro an Spenden zusammen, während es 2013 noch 3600 Euro waren – allerdings wurde das Ergebnis von 2012 mit seinerzeit 5920 Euro nicht ganz erreicht. Möglich wurde dieses tolle Resultat durch viele kleine und ein paar größere Spenden. „Wir haben regelmäßige Spender, zu denen auch Firmen gehören, aber auch viele Menschen, die mit kleineren Beiträgen zum gesamten Spendenaufkommen beitragen“, sagte Ulla Wessels vom Kinderschutzbund.

Als Erinnerung konnten die Spender an speziellen Weihnachtsbäumen in der VR-Bank Kohlscheid und in der Sparkasse am Würselener Morlaixplatz Christbaumkugeln aufhängen, auf denen sich die Geldgeber verewigen konnten. Mit musikalischer Begleitung durch Kinderchöre in Kohlscheid und Würselen startete die Aktion im Advent und fand nun ihren Abschluss. Doch nicht die inzwischen leicht nadelnden Bäume und die Christbaumkugeln, sondern das, was mit dem Geld geschieht, waren das Wichtigste bei der Bilanz.

„Wir haben zwei Projekte im Blick, die wir finanzieren wollen“, sagte Ulla Wessels. Zum einen wird ein bestehendes Spiel- und Bastelangebot speziell für Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Würselen unterstützt. Wessels: „Wir haben dort zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die sich sehr engagieren, und für die Kinder ist es wichtig, einmal aus ihrem Flüchtlingsalltag herauszukommen.“ Ein gewünschter Nebeneffekt und ein Teil der Willkommenskultur seien dabei die automatischen Überschneidungen mit der hiesigen Kultur und den Menschen.

Weniger Spielraum

Das zweite Projekt befindet sich derzeit in Planung und fußt auf der Tatsache, dass den Kommunen immer weniger finanzieller Spielraum zur Unterstützung von stationären und ambulanten Hilfen zur Erziehung bleibt. „Wir wollen eine Gruppe einrichten, die Kindern die Wartezeit bis zum Einstieg in eine Psychotherapie sinnvoll überbrückt“, beschrieb Ulla Wessels.

Fünf bis sechs Kinder, die sonst nicht betreut werden können, sollen mit dieser aus dem Kinderschutzbund heraus entwickelten Idee Hilfe finden. Und natürlich endet mit der Weihnachtsbaumaktion nicht der finanzielle Bedarf solcher Projekte. Vielmehr ist es für Einrichtungen wie den Deutschen Kinderschutzbund ein Muss, Spenden zu generieren, auch für künftige Projekte. „Dazu gehören immer mehr auch Präventionsmaßnahmen“, beschreibt Jürgen Schulz-Wachler, „denn ein großes Problem in Deutschland bleibt, dass in der Prävention zu wenig getan wird.“

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