Weihbischof besucht Baesweiler Gemeinden

Von: Stefan Schaum
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Bleiglas, aber keine Kirche: Im Ratssaal des Rathauses Mariastraße hat Weihbischof Dr. Johannes Bündgens sich am Dienstag ins goldene Buch eingetragen, das Bürgermeister Dr. Willi Linkens aufschlug. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Nicht allein um die kirchlichen Dinge geht es ihm. Sicher wird Weihbischof Dr. Johannes Bündgens in den kommenden Tagen und Wochen viele Einsichten in das Leben in den Baesweiler Gemeinden von St. Marien erhalten. Doch auch die Integration und die Lage von Flüchtlingen will der Gast aus Eschweiler während seiner Visitation verstärkt im Blick haben.

Am Dienstag begann die Besuchszeit. Und zwar im Rathaus, wo Bürgermeister Dr. Willi Linkens das goldene Buch zum Eintrag aufgeschlagen hatte. Dass der 1956 geborene Bündgens mit der Stadt Baesweiler „zwar ein paar private Kontakte“ verbinde, ansonsten aber einräumte, nicht allzu viel über die Kommune zu wissen, könne sich ja durchaus ändern, sagte Linkens. „Dabei werden Sie sehen, dass Kirche und Stadt hier in vielen Bereichen eine harmonische Einheit bilden.“

Überaus große Aufgabe

Die Zeit vor dem Bergbau, als „ganz Baesweiler ländlich geprägt und komplett katholisch war“, wie Linkens es eingangs formulierte, sind allerdings vorbei. „Dahin kommen wir nicht mehr zurück“, sagte Bündgens. „Und das wollen wir auch gar nicht. Wir wollen und müssen an einem bunten Miteinander arbeiten. Integration ist für uns alle eine überaus große Aufgabe, die wir engagiert angehen müssen.“

Zwar stehen bislang keine Moscheebesuche im Terminplan für Baesweiler, doch könne sich das spontan ändern. Von „guten Erfahrungen“, die er bei solchen Besuchen in der Vergangenheit gemacht habe, erzählte er am Dienstag. Ein Besuch des Hauses Setterich, in dem Integration durch tägliches Miteinander geschieht, wurde ihm im Rathaus ans Herz gelegt. Auch mit Flüchtlingen wolle Bündgens gern in Kontakt kommen. Rund 180 leben aktuell in Baesweiler. Etwas mehr als die Hälfte in kommunalen Unterkünften, der Rest in privaten Wohnungen. Ob man nicht auch kirchliche Häuser zur Verfügung stellen könne? Das wollte Bündgens von Baesweilers Pfarrer Ferdi Bruckes wissen. Doch der musste verneinen – leider gebe es dafür keine geeigneten Immobilien.

Um harte Verhandlungen wird es bei der Visitation wohl nicht gehen. Die Zukunft von Einrichtungen – etwa der drei Baesweiler Kindertagesstätten in Trägerschaft der Kirche – stehe nicht zur Disposition, sagte Bündgens. „Als katholische Kirche sind wir in Baesweiler im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden immer noch gut aufgestellt.“

Die Dinge weitergeben

Dass er sich während seiner Visitation in vielen Fällen nur Notizen machen kann, räumte er ein. „Oft geht es bei solchen Gelegenheiten vor allem darum, Dinge festzustellen und sie anschließend weiterzugeben.“ Jedenfalls erwarte er, „in Baesweiler keine größeren Pro-bleme lösen zu müssen“.

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