Wehr stellt Leistungsstärke unter Beweis

Von: ehg
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Rauch dringt aus dem Rathaus a
Rauch dringt aus dem Rathaus am Morlaixplatz: Die Feuerwehr übte unter möglichst realen Einsatzbedingungen für den Ernstfall. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Löschzug Würselen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr hat jetzt seine Schlagkraft bei einem „Brand” im Rathaus auf dem Morlaixplatz unter Beweis gestellt, als er dort seine Jahresabschlussübung fuhr.

Unterstützung erhielten die 25 Wehrleute von neun Kameraden des Löschzuges Verlautenheide, die sich laut angenommener Übungslage „zufällig” zu einer gemeinsamen Übung auf der Würselener Wache aufhielten. Als die Einsatzmeldung eintraf, entschloss sich Löschzugführer Ulrich Grossmann, Verlautenheide als zweite Einheit mit in den Einsatz einzubeziehen.

Ausgearbeitet worden war die Abschlussübung vom stellvertretenden Löschzugführer Michael Meyer. Herzlich begrüßte Grossmann die zahlreichen interessierten Besucher und auch Schaulustigen. Sach- und fachkundig kommentiert wurde der Übungsverlauf von Stephan Peters vom Förderverein.

Die Feuerwehr war alarmiert worden, weil sich sowohl im Eingangsbereich des Rathauses als auch im ersten Obergeschoss Rauch entwickelt hatte: Mehrere Fenster sind durch die Wärmeentwicklung geborsten. Das Gebäude ist komplett verraucht.

Von Passanten ist zu erfahren, dass Personen an den Fenstern gesichtet worden sind. Nach Auskunft des Hausmeisters werden fünf Personen vermisst. Erkundigungen ergeben, dass der Haupteingang zugänglich ist und die Fenster zu den Büros oberhalb des Eingangs offen sind.

Einsatz unter Atemschutz

Da Menschenrettung oberste Priorität hat, rücken mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, einmal über den Haupteingang und zum anderen über eine Steckleiter über den Balkon. Währenddessen wird die Wasserversorgung von der Kaiserstraße und von der Klosterstraße aus sichergestellt, so dass sowohl außerhalb als auch innerhalb des Rathauses die Löscharbeiten zügig vorangetrieben werden können. Das Deutsche Rote Kreuz fährt mit einem Rettungswagen vor und übernimmt die Erstversorgung der geretteten Personen.

Demonstriert wurde am Ende der 30-minütigen Übung eine nicht unspektakuläre Rettung einer Person vom Balkon des Rathauses aus über die besagte Steckleiter. Diese Variante der Menschenrettung wird dann angewandt, wenn die Drehleiter einmal nicht „vor Ort” sein oder nicht eingesetzt werden kann. Eingesetzt wurde bei dieser Demonstration die neu angeschaffte, vom Förderkreis gesponserte Rettungspuppe. Ein Beispiel mehr dafür, dass die Würselener Wehr gut für den Ernstfall gerüstet ist.

Nicht nur Bürgermeister Arno Nelles sowie Erster Beigeordneter Werner Birmanns und Sachbereichsleiter Willi Vondenhof verfolgten den Verlauf der Übung mit großem Interesse. Vielmehr auch der Leiter der Wehr, Stadtbrandinspektor Josef Hermanns, sein Stellvertreter Ralf Jüsgens und der Leiter der Hauptwache, Hans Werner Lehner.

Der Bürgermeister bedankte sich bei den Wehrleuten für ihre stete Einsatzbereitschaft. Die Übung habe zwar einen hohen Unterhaltungswert. Darüber dürfe der ernste Hintergrund nicht aus dem Auge verloren werden.

Förderverein informiert

Rolf Rüland, der Vorsitzende des Fördervereins, überreichte dem Bürgermeister die in deutscher, englischer und türkischer Sprache aufgelegte Broschüre „Vorsicht, Feuer! Brandschutz für jedermann” und dazu den „Kinderfinder Funki”.

Der Förderverein, der auf dem Morlaixplatz einen Infostand aufgebaut hatte, verabreichte nach der Übung eine Suppe und Kaltgetränke an alle Aktive und deren Gäste.
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