Würselen - Wehr feiert Dreifach-Jubiläum: Explosion, viel Wasser und Modenschau

Wehr feiert Dreifach-Jubiläum: Explosion, viel Wasser und Modenschau

Von: ehg
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Ab in die Lüfte: Einige der Präsentationen bei der Feuerwehr Broichweiden waren nur etwas für Schwindelfreie. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Drei Tage lang feierte der Löschzug Broichweiden der Freiwilligen Feuerwehr sein Dreifach-Jubiläum, sein 112-jähriges Bestehen, 50 Jahre Jugendfeuerwehr und das „Silberne“ der Ehrenabteilung. Von morgens bis abends war richtig was los rund um und im Gerätehaus an der für den Verkehr gesperrten Eschweilerstraße.

Eine Aktion jagte die andere, so dass die überaus zahlreichen Besucher vielfältige Einblicke in die Ausrüstung einer modernen Wehr, aber auch in ihr vielschichtiges Betätigungsfeld von der Brandbekämpfung bis hin zu technischen Hilfeleistungen erhielten. Am Ende resümierte Löschzugführer Ralf Jüsgens: „Unsere Arbeit hat sich gelohnt. Die vielen Besucher haben sie durch ihr großes Interesse honoriert.“ Zu Gast waren neben Bürgermeister Arno Nelles, Chef der städtischen Feuerwehr, auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands, Landes-Jugendfeuerwehrwart Ralf Thier und der stellvertretende Kreis-Jugendfeuerwehrwart Hans Theo Krieger, aber auch Abordnungen befreundeter Löschzüge, aus Haaren und Hoengen.

Zwei Holzhäuser in Flammen

Zwei Verkehrsunfälle wurden bei einer Übung der aktiven Wehr simuliert. In einem Fall musste ein eingeklemmter Fahrer aus seinem schwer verunfallten Fahrzeug befreit werden. Vier Aktive traten bei einer Gefahrgutübung in Schutzanzügen in Aktion. Behoben werden musste ein gefährlicher Schaden an einem mit giftigen Chemikalien beladenen Kastenwagen. Zwei Holzhäuser gingen in Flammen auf. Aktive und Nachwuchs brachten das Flammenmeer rasch unter Kontrolle. In einem Fall war eine Fettexplosion die Ursache. Veranschaulicht wurde, was passiert, wenn Wasser in brennendes Fett gegossen wird. Klar wurde, dass ein solches Feuer nicht mit Wasser gelöscht werden kann. Die verschiedenen Übungen moderierte fach- und sachgerecht Löschzugführer Jüsgens.

Heinz Dautzenberg hatte zwei Tage lang alle Hände voll zu tun am Überschlagssimulator. Demonstriert wurde, welche Fliehkräfte sich entwickeln, wenn sich ein Fahrzeug überschlägt. Wie sich Menschen bei einem Brand in einer verrauchten Wohnung verhalten sollen, wurde in einem „vernebelten“ Simulationszelt nachgestellt: Da hilft nur noch Kriechen über den Boden. Es war eine Maßnahme zur Brandschutzerziehung von Kindern, die beim Kinderfest auch selbst Hand anlegen durften. Eine regelrechte Gaudi war es für sie, ein Feuerwehrfahrzeug mit Hebekissen anzuheben. Sie kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Jugendwart Michael Winands freute es, dass drei Mädchen Mitglied der Jugendfeuerwehr werden wollen. Es hatte sich also gelohnt, die Werbetrommel zu rühren.

Die Broichweidener Feuerwehr wartete mit einer Reihe Attraktionen auf. Begeistert waren die Besucher, als ein Flugfeld-Löschfahrzeug der Nato-Airbase Teveren an der Eschweilerstraße vorfuhr. Erst recht bei seiner „Einlage“: Es verstreute mit seinem Dachmonitor in wenigen Minuten über 12.000 Liter Wasser. Gewaltig! Hightech bot sich den Interessierten, die einen Blick ins Innere des „Monsters“ werfen durften. Bei den Kindern war die Nostalgie-Drehleiter, Baujahr 1965, der Renner. Der Mercedes-Rundhauber drehte voll besetzt neben einem modernen Feuerwehrfahrzeug eine Runde nach der anderen durch den Ort. Im Einsatz war auch die Drehleiter der städtischen Wehr.

Goldene Ehrennadel

In zwei Modenschauen führten die Wehrleute vor, was sie bei ihren Einsätzen alles so tragen. Aus seiner großen Sammlung präsentierte Ehrenoberbrandmeister Kurt Dobadka in einer Ausstellung allerlei Feuerwehr-Utensilien und Fahrzeuge im Kleinformat. Dem langjährigen Jugendwart des Löschzugs Broichweiden verlieh Landesjugendwart Ralf Thier die höchste Auszeichnung des Deutschen Jugendfeuerwehrverbandes, die goldene Ehrennadel.

Klaus Wertz wartete wie bei der Ausstellung in der Sparkasse mit einer Video-Präsentation auf. Beim Fotoshooting mit Feuerwehrmotiven wurde etwas für die Erinnerung getan. Ein im Stubaital geschnitztes Kreuz machte Hildemarie Bergrath dem Löschzug anlässlich der drei Jubiläen zum Geschenk. Nachdem Pfarrer Gottfried Kader es gesegnet hatte, fand es einen würdigen Platz in der Fahrzeughalle.

Gruppen der Jugendfeuerwehr Baesweiler, Eschweiler, Stolberg und Würselen trugen einen Leistungswettbewerb aus. Alle 36 Jugendliche bestanden ihn. Abgenommen wurde die Prüfung vom stellvertretenden Kreisjugendwart Hans Theo Krieger und von Stadtjugendwart Franz-Josef Mertens. Angesichts der Leistungen waren sie voll des Lobes.

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