„Weg nach Lüttich“: Schauspiel, Swing und Lichtspektakel

Von: yl
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Moderne Inszenierung im Alsdorfer Energeticon: Der Weg nach Lüttich ist spektakulär und geheimnisvoll. Foto: Energeticon

Alsdorf. Neben filmischer Erzählung mit Videoprojektion und Fotodokumentation hat das Ensemble die Zuschauer mit geheimnisvoller Poesie, extravaganter Swing-Musik und modernem Tanz für den „Weg nach Lüttich“ begeistert.

Die von Heribert Leuchter (Musik) und Jo Dautzenberg in niederländisch-deutscher Co-Produktion entwickelte Inszenierung überzeugte in der außergewöhnlichen Atmosphäre des Alsdorfer Energeticons auf voller Länge. Nach Maastricht, Heerlen und Aachen stand die belgische Großstadt in der Wallonie im Zentrum der Reihe „De Weg, der Weg, la route“.

Katrin Henss, eine schicke Touristenbegleiterin der Stadt Lüttich, holte die Besucher mit Megafon im Foyer des Fördermaschinenhauses ab und geleitete sie, wortreich für ihre Stadt werbend, in den Veranstaltungssaal. So wurden die Gäste des multimedialen Musiktheaters unverhofft zu Akteuren.

Henss fand ihren eigenen Weg nach Belgien über ihr Geburtsland Deutschland und die Niederlande. Als Kosmopolitin des Dreiländerecks stand sie in atmosphärischen Solopassagen für den Lebensgenuss im Herzen von Europa.

Multimediales Spektakel und beeindruckende Solo-Acts von Masami Sakurai (Tanz) und Charlotte Haesen (Gesang) gaben eine tiefgründige Interpretation vom postindustriellen Gesellschaftswandel an der Maas ab. Den weit gesteckten Visionen des Lütticher Stadtentwicklungsdezernenten stellte das deutsch/niederländische Autorenduo die großenteils eher triste Realität, die Gegensätze der Stadt gegenüber, aber auch die kulturellen und städtebaulichen Zeichen eines Neuanfangs – eine Stadt eben mit all ihren Brüchen und liebenswerten Nischen.

Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter freute sich über eine abermals gelungene Kooperation mit der Alsdorfer Kulturgemeinde unter der Leitung von Geschäftsführer Reinhard Klüppel – auch wenn ein paar Plätze leer blieben. Nachdem das Ensemble seine ersten beiden „Reisetrips“ nach Heerlen und Maastricht mit großem Erfolg im niederländischen Grenzgebiet auf die Bühne gebracht hatte, waren sie nach ihrem letztjährigen „Weg nach Aachen“ zum zweiten Mal in Alsdorf zu Gast. Man kann nur hoffen, dass weitere Reiseabenteuer anstehen!

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