Wasserschaden: Kita Florianstraße muss vorerst geschlossen werden

Von: Holger Bubel
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Hier tut sich nichts mehr: Auch die Arbeiten für die U3-Betreuung an der Kita Florianstraße wurden unverzüglich eingestellt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Derzeit wird am Familienzentrum Florianstraße begutachtet, was das Ingenieurwesen hergibt. Die Einrichtung in Schaufenberg muss auf unabsehbare Zeit geschlossen werden. In Folge einer gerissenen Zuleitung zu einem WC-Spülkasten im Juni hatten Teile der Kita bis zu fünf Zentimetern unter Wasser gestanden.

Mussten als Konsequenz damals „nur“ zwei Gruppen in eine anderen Bleibe, der DRK-Heimat in Ofden, umquartiert werden, waren bei der Untersuchung des Schadens weitere Erkenntnisse zu Tage getreten – und zwar unabhängig von dem Feuchtigkeitseinfall, wie Erster Beigeordneter Ralf Kahlen auf Anfrage bekräftigt –, die eine sofortige Schließung des gesamten Gebäudes begründeten: „Tragende Holzpfeiler sind über die Jahre so marode geworden, dass die Vorsicht es gemahnte, die Kita still zu legen“, erklärt er den Zustand der gerade einmal 20 Jahre alten Kindertagesstätte. Ein schwerer Schlag, schließlich wurde die Kita eben jetzt für über 600.000 Euro zur Betreuung unter Dreijähriger umgebaut beziehungsweise erweitert. In logischer Konsequenz wurden auch diese Arbeiten sofort eingestellt.

Gutachter überprüfen derzeit, wie groß die Schäden tatsächlich sind, ob das Bestandsgebäude überhaupt noch zu retten ist. „Bei dem Glück, das wir derzeit in Alsdorf haben, befürchte ich, dass der schlimmste Fall eintreten könnte und wir die Kita komplett abreißen und neu aufbauen müssen“, orakelt Ralf Kahlen mit Blick auf die alte Gerhart-Hauptmann-Hauptschule in Ost, die nach dem Auszug der dortigen Schüler im vergangenen Jahr unverzüglich wegen Einsturzgefährdung ebenfalls geschlossen wurde und der Abrissbirne zum Opfer fallen wird (wir berichteten). Für „längstens ein Jahr“ ziehen ab kommenden Mittwoch, 14. August, Kinder, Betreuerinnen und Spielzeug ins bis dahin (hoffentlich) hergerichtete Langhaus auf dem Anna-Gelände.

„Das wird für manche Eltern, die bisher nur ein paar Meter mit den Kindern zur Kita laufen mussten, sicherlich nicht einfach. Wir müssen hier die Bedürfnissituation prüfen“, sagt Kahlen. Man könne die Knirpse schließlich nicht einfach in den Bus setzen und sagen „Nun fahrt mal zur Betreuung zum Langhaus“.

In diesem Punkt herrsche noch Ratlosigkeit, muss Kahlen denn auch eingestehen. Begeisterung hingegen, was die das Langhaus anbelangt: „Das ist eine ganz tolle Örtlichkeit und keine Notunterkunft. Die Kinder werden dort ihre helle Freude haben. Vielleicht gar nicht mehr weg wollen“, ist sich der Erste Beigeordnete sicher. Wie die Kinder und die Eltern die Situation auffassen, das wird sich ab Mittwoch in der neuen Bleibe zeigen.

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