Wasserschaden im Proberaum blockiert „Vorwärts“

Von: mabie
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„Vorwärts“-Geschäftsführerin Andrea Reichelt zeigte den Vertretern der Politik mit (v.l.) Dr. Manfred Fleckenstein, Raimund Billmann und Ulrich Hoffmann-Siemes die frischen Schäden nach dem erneuten Wassereinbruch im Probenraum. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Wer den Probenkeller des Trommler- und Pfeiferkorps „Vorwärts“ Kohlscheid betritt, muss schon gut bei Atem sein. Denn durch das jüngste Starkregenereignis gab es einen erneuten Wassereinbruch in dem Kellerraum der Haupt- und Gesamtschule in Kohlscheid. Nun suchen die Musiker händeringend eine neue Bleibe.

„Das reparierte Abflussrohr in unserem Probenraum leckte und das Wasser prasselte nur so raus“, sagte Geschäftsführerin Andrea Reichelt gegenüber Vertretern von Politik und Verwaltung, die den Raum in Augenschein nahmen. Auch der Flur wurde ein Opfer des Regens und auch dort sammelte sich das Wasser. Beides hatte zur Folge, dass der Probenraum mit vielen wertvollen Vereins-Memorabilien an der Wand und den Instrumenten nahezu unbrauchbar geworden ist. Bis zu 35 Spielleute proben hier in beinahe subtropischer Atmosphäre.

Warm und feucht

„Da wird es schon mal ganz schön warm“, so Andrea Reichelt weiter. Derzeit ist aber an Proben kaum zu denken, die eigens errichteten Sitzbänke sind hin, Eimer fangen noch tröpfelnd austretendes Wasser ein, die Isolation und Deckenverkleidung sind teilweise unbrauchbar und der Raum ist sehr feucht.

Ein paar kleine Rohrlüfter mühen sich zwar, frische Luft in den Keller zu schaufeln, doch das erscheint mehr als Kosmetik denn als echte Abhilfe. Die sagte der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda zu, der darum bat, sich vor der ohnehin anstehenden Umbauphase im Schulgebäude erst ein umfassendes Bild machen zu können. „Dabei soll der Probenraum kein Abfallprodukt sein, sondern vernünftig in Einklang gebracht werden mit den baulichen Anforderungen“, unterstrich er. Im Klartext bedeutet das die Entwicklung eines klaren Raumkonzepts für den gesamten Schulkomplex, das auch die Spielleute mit einbindet.

Die sahen sich schon in ihrer Freude, endlich ein „Zuhause“ gefunden zu haben, schon getrübt, als sie feststellen mussten, nicht willkommen zu sein. „Dass wir seitens der Schulleitung nicht willkommen waren, war uns schnell klar“, ergänzte Reichelt, „denn der zweite Raum, den wir bekommen sollten, wurde plötzlich zum Probenraum des Schulorchesters. Man sagte uns einen anderen Raum zu, nur leider brauchte die Schule innerhalb kürzester Zeit sämtliche Räumlichkeiten, die bis dahin über Jahre als ‚Müllhalde‘ benutzt wurden.“ Zur Überplanung der Raumsituation im Schulgebäude gehören sicherlich auch weitere notwendige Maßnahmen.

Schallschutz ist da ein Stichwort, denn natürlich produzieren die Trommler und Pfeifer beim Proben eine gewisse Lautstärke, die trotz Isolierungsmaßnahmen sicherlich auch noch in oberen Stockwerken wahrzunehmen ist. Auf Vorschlag des Schulausschuss-Vorsitzenden Dr. Manfred Fleckenstein werden die Ausschussmitglieder vor der anstehenden Sitzung den Raum in Augenschein nehmen. „Wir wollen nichts kostenlos“, schloss Reichelt, „wir sind bereit, so viel zu tun. Aber leider ist es im Ortsteil Kohlscheid wohl nicht möglich, uns ein angemessenes Zuhause zur Verfügung zu stellen.“

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