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Warnstreiks werden auch im Nordkreis zu spüren sein

Von: -ks-/eska/udo
Letzte Aktualisierung:

Nordkreis. Welche Auswirkungen haben heute die massiven Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf den Nordkreis? Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) geht auf Anfrage davon aus, dass die von der Aseag bedienten Buslinien im Nordkreis betroffen sind.

Dies gelte ebenso für die von der West-Energie und Verkehr bedienten Linien wie zum Beispiel 431 und 432, die Baesweiler tangieren. Der AVV geht weiter davon aus, dass die Unternehmen Taeter und RVE fahren werden. Die Bahn und damit auch die Euregiobahn seien nicht davon betroffen.

Die Stadtverwaltung Alsdorf und alle übrigen städtischen Einrichtungen sind heute nicht von Streiks beeinträchtigt, wie 1. Beigeordneter Ralf Kahlen sagte.

Angemeldet sei lediglich eine Mahnwache der Kommunalgewerkschaft Komba am Freitag, 7. bis 8.30 Uhr, vor dem Rathaus. Daran sollen laut Alsdorfs Komba-Vorsitzender Birgit Dammers Mitarbeiter aus den Bereichen Feuerwehr, Erziehung und Verwaltung teilnehmen.

Auch in den städtischen Einrichtungen in Würselen und Herzogenrath werden sich die Auswirkungen offenbar in Grenzen halten. Gleiches gilt für die Rathäuser in Baesweiler und Setterich, wo heute der Betrieb „wohl ohne größere Probleme aufrecht erhalten werden kann”, glaubt Frank Brunner, Beigeordneter der Stadt.

Zwar würden einige Mitarbeiter an der Komba-Hauptveranstaltung in Neuss teilnehmen, was aber aufgefangen werden könne. „Weitgehend normal” dürfte der Betrieb auch in denjenigen Kitas in Baesweiler laufen, deren Träger die Städteregion ist, wie Städteregionssprecher Detlef Funken sagt.

Für Hubert Meyers, Vorsitzender der Komba Aachen, ist dies Teil der Strategie: „Das ist der erste Aufschlag in der Tarifauseinandersetzung. Wir konzentrieren uns auf die Zentren.” In den Regionen wolle die Gewerkschaft erst dann richtig aktiv werden, falls es keine Annäherung zwischen den Tarifparteien gebe.

Für den Ernstfall gerüstet

Trotz des Warnstreiks glaubt Robert Dahmen, Prokurist des Medizinischen Zentrums der Städteregion, dass „ein Großteil der Patienten behandelt und operiert werden kann”.

Während Dahmen damit rechnet, dass nur vereinzelte Operationen abgesagt werden, geht MZ-Betriebsratschef André Alzer davon aus, dass „in Bardenberg und Marienhöhe keine Regel-OP stattfinden wird”. Abgesehen davon ist eine Notdienstvereinbarung zwischen MZ und der Gewerkschaft abgeschlossen worden.

So sollen besonders sensible Bereiche wie die Notfallaufnahme sowie die Intensiv- oder die Palliativstation von Streikmaßnahmen verschont bleiben. Einschränkungen wird es auch bei der Essensauswahl geben, sagt Dahmen.

Am frühen Morgen werden sich die streikenden Bediensteten in Richtung Aachen verabschieden, wo um 10 Uhr am Willy-Brandt-Platz die zentrale Kundgebung stattfindet.
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