Warnstreik: Städtische Kita in Straß bleibt am Dienstag zu

Von: bea/hob/ssc
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Erste Warnstreiks: Der März wird heiß, kündigt die Gewerkschaft Verdi an. Foto: stock/Hohlfeld

Nordkreis. Birgit Quaden ist voller Tatendrang: „Jetzt bin ich seit 28 Jahren bei der Stadt beschäftigt, und zum ersten Mal sind wir zum Streik aufgerufen!“ Die Personalratsvorsitzende im Herzogenrather Rathaus appelliert an ihre Kollegen: „Nun haben wir einmal die Chance, also sollten wir sie auch wahrnehmen!“

Mit Bussen werden die Streikwilligen am Dienstag am Rathaus und am Bauhof abgeholt und zur zentralen Gewerkschafts-Kundgebung nach Aachen gefahren. Was am Dienstag im Rathaus geschehen wird, kann noch niemand einschätzen, sagt Birgit Quaden. Denn vorher abmelden zwecks Streikteilnahme müsse man sich nicht, was also auch noch Kurzentschlossenen Spielraum lässt. 295 Stellen für tariflich Beschäftigte (und 108 für Beamte) gibt es in Rodas Stadtverwaltung. „Ich bin gespannt, wie viele mitziehen“, sagt Quaden und konstatiert: „Immer nur schimpfen alleine nützt nichts. Alles, was man tun muss, ist sich in den Bus zu setzen!“

Fest steht auf alle Fälle, dass die „Villa Kunterbunt“, die städtische Kindertageseinrichtung in Straß, am Dienstag geschlossen bleibt, wie die Erste Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann auf Anfrage mitteilt. Hier wird der Aufruf zum Warnstreik durchgezogen. „Die Eltern sind informiert. Es gibt Notangebote in anderen Kitas für Kinder, die nirgendwo anders untergebracht werden können“, informiert Froese-Kindermann.

In Alsdorf unterdessen ist mit keinerlei Einschränkungen zu rechen, wie Doris Keller, Fachbereichsleiterin Personal, auf Anfrage mitteilt. Weder der Publikumsverkehr in den Ämtern noch die städtischen Kindertagesstätten seien von Streikaktionen betroffen beziehungsweise maßgeblich beeinträchtigt, lautet die Prognose.

Auch in Baesweiler wird es am Dienstag in beiden Rathäusern normalen Dienst geben. „Wir warten noch ab“, sagt Personalratsvorsitzender Pierre Froesch.

Dass im nächsten Schritt der Verhandlungen auch dort Kollegen die Arbeit niederlegen, schließt er indes ausdrücklich nicht aus.

In Würselen geschieht das aber : „Wir haben bei uns zwar nicht so viele gewerkschaftlich Organisierte“, sagt Personalratsvorsitzender Jochen Gülpen. Mit etwa 20 bis 25 Kollegen, die ihn zur Kundgebung nach Aachen begleiten, rechnet er jedoch. Dass der ein oder andere Besucher des Würselener Rathauses am Dienstag mit Beeinträchtigungen leben muss, hält er für möglich. Komplett bestreikt werden soll das Rathaus aber erst einmal nicht – doch auch das könne sich ändern. „Das Ganze soll schließlich ein deutlicher Warnschuss werden. Unsere Forderungen sind berechtigt – hier geht es ganz sicher nicht um eine Summe, die den Staat in den Bankrott treibt.“

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