Wahl des Integrationsrats in Alsdorf: Vier Listen treten an

Von: -ks-
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Sie trommeln für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung: (v.l.) Khadija Offermann (International-Liste), Mevlüt Zorlu (Avrasya), Bürgermeister Alfred Sonders, Önder Günay (Liste Pro Integration), Selahattin Doganci, Vorsitzender des Integrationsrates, und Abdesalem Salami (Multi-Kulturelle Liste). Foto: Karl Stüber

Alsdorf. „Unter Tage waren sie alle schwarz”, erinnert Bürgermeister Alfred Sonders an die Zeit des Steinkohlebergbaus. Er appelliert an die Bevölkerung, sich für die Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund einzusetzen.

„Je mehr Leute an der Wahl teilnehmen, desto besser ist das für die Integration.” Sicherlich dürfe dies keine Einbahnstraße sein, deshalb sei die Arbeit des Integrationsrates besonders wichtig, dessen Zusammenstellung bei der Wahl am 7. Februar neu bestimmt wird.

Waren vor vier Jahren zwei Listen angetreten, sind es nun vier. Es handelt sich um „Avraysa”, „International-Liste”, „Liste Pro Integration” und „Multi-Kulturelle-Liste”. „Dass wir vier Listen haben, ist ein Zeichen für das gewachsene Interesse”, sagt Mevlüt Zorlu, Spitzenkandidat von „Avraysa”. „Auf den Listen stehen auffallend viele jüngere Leute”, sieht hierin Bürgermeister Sonders ein weiteres Indiz für die wachsende Bedeutung der Arbeit dieses Gremiums.

Acht Sitze sind bei der Wahl am Sonntag zu vergeben, vier werden von Vertretern der Ratsfraktionen auf Grundlage des Kommunalwahlergebnissse „beschickt”. Der derzeitige Vorsitzende des Integrationsrates, Selahattin Doganci, ermutigt ebenfalls, den Integrationsrat zu stärken: „Er ist ein wichtiger Bestandteil unserer lokalen Demokratie.”

Waren im Jahre 2005 rund 5000 Alsdorfer ausländischer Herkunft wahlberechtigt, sind es nun etwa 4600 (ab 16 Jahre). Lag die Wahlbeteiligung zuletzt laut Stadtverwaltung bei zwölf Prozent, will man diese Marke nun deutlich übertreffen.

Neben dem gestiegenen allgemeinen Interesse setzen die Handelnden dabei auf die erstmals mögliche Briefwahl, von der schon reichlich Gebrauch gemacht worden sei. Alsdorf ist für die Stimmabgabe in zwei Wahlbezirke aufgeteilt. Am Sonntag sind zwei Wahllokale jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet, und zwar im Rathaus, Hubertusstraße 17, auf dem Flur des Einwohnermeldeamtes sowie in der Gemeinschaftsgrundschule Blumenrath, Poststraße 4, Raum 1.

Im Vorfeld steht die Verwaltung gerne zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Hierzu ist das Wahlamt im Erdgeschoss des Rathauses (Zimmer 22/23) am Dienstag und Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 15.30 Uhr, am Mittwoch von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 17.30 Uhr, am Freitag von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag, 6. Februar, ist das Wahlamt von 8 bis 12 Uhr zugänglich.

Ansprechpartner für die Integrationswahl im Rathaus sind zudem Josef Jordans, Zimmer 208, Telefon: 02404/50-333, Dietmar Cujai, Zimmer 214, Telefon: 02404/50-211, und Hans-Jürgen Kohlhöfer, Zimmer 211, Telefon: 02404/50-298.

Wenn die Wahllokale geschlossen haben, wird das Wahlergebnis am Abend im Foyer des Rathauses präsentiert. Interessierte Bürger - ob mit oder ohne Migrationshintergrund - sind hierzu natürlich herzlich eingeladen, wie es seitens der Verwaltung hieß.
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