Während der Ferien geht es sportlich zu

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Schwören sich gemeinsam auf den nächsten Gegner ein: Die A-Juniorinnen der HSG Bardenberg-Scherberg. Foto: Lars Odenkirchen

Würselen. Ferien sind für Schüler eigentlich ein Grund zur Freude. Doch für die sportbegeisterten unter ihnen gibt es auch einen Wermutstropfen: In vielen Städten schließen während der schulfreien Zeit die Sporthallen ihre Tore.

Um Abhilfe zu schaffen, hatte die HSG Bardenberg-Scherberg vor zwei Jahren den „Enwor-Handball-Juniorencup” gestartet, ein Turnier während der Herbstferienzeit. Das hat jüngst seine dritte Auflage erlebt.

Es ist kurz nach 18 Uhr am ersten Spieltag. Noch ist die Elmar-Harren-Halle an der Krottstraße eher mäßig gefüllt, nur knapp 30 Zuschauer haben sich eingefunden, um das Auftaktspiel zwischen der weiblichen A-Jugend der HSG und den Gästen vom niederländischen HV Roda Gronsveld zu erleben.

Im Lauf der folgenden Tage soll die Halle aber noch deutlich voller werden. Vor allem bei den jüngsten Spielern feuern die Eltern und Freunde am Spielfeldrand kräftig an. Dabei gibt es für die Sportler klare Geschlechtertrennung.

In der Halle Krottstraße werden die Matches der Mädchen- und Damenteams ausgetragen, die Walter-Rütt-Halle an der Bardenberger Straße ist für die Jungs reserviert.

Druckvoll und engagiert

Für die Damen der HSG verläuft das Auftaktspiel reichlich unglücklich. Die Würselenerinnen spielen druckvoll und engagiert, doch immer wieder nutzen die Gäste aus den Niederlanden ihre Konterchancen aus und ziehen zur Mitte der zweiten Halbzeit mit ein paar Toren Abstand davon.

Gudrun Pütz leidet dabei auf der Tribüne mit, als würde sie selbst verlieren. „Seit der F-Jugend spielt meine Tochter Handball”, sagt die Mutter, „ich versuche immer noch, regelmäßig bei Spielen dabei zu sein.” Ohne Unterstützung der Eltern ginge es es nicht. „Jemand muss die Mädchen ja zu den Spielen bringen, solange sie noch nicht selber fahren können.”

Die engagierte Mutter versteht sich aber nicht bloß als privates Taxiunternehmen. Um für die richtige Stimmung auf dem Spielfeld zu sorgen, hat sie immer eine große Tröte dabei, die bei Toren der Bardenberg-Scherberger lautstark erklingt. „Anfangs war meiner Tochter das peinlich, heute sagen die Mädels schon immer, ich soll bloß nicht ohne Tröte kommen!”

Spannend ist das Turnier nicht nur für die Zuschauer, sondern vor allem für die Spielerinnen und Spieler selbst. Rund 60 Mannschaften sind nach Würselen gekommen. Das Turnier bietet daher die Möglichkeit, einmal gegen viele Gegner zu spielen, die man aus dem Ligabetrieb nicht kennt. Sei es, weil sie aus einer höheren Liga kommen oder aber von weiter weg. „Wir haben Mannschaften aus der Aachener Region, aber auch aus Holland und Belgien mit dabei.

Sogar aus Wuppertal, Mönchengladbach und aus dem Kölner Raum haben Mannschaften zugesagt”, sagt Marliese Spoo, Jugendleiterin bei der HSG.

Für sie und die anderen Organisatoren des Gastgebers hat das Turnier im Vorfeld viel Aufwand bedeutet: Zu- und Absagen mussten koordiniert, Schiedsrichter, Zeitnehmer und Helfer für die Theke gefunden werden. „Der Einkauf für das Turnier ist dagegen mittlerweile Routine. Auch der Spielbetrieb läuft wie von selbst, sobald man einmal alles zusammen hat.”

Nützliche Dinge

Pokale gibt es übrigens für die Siegerteams nicht. „Das sind ja doch nur Staubfänger”, sagt Spoo. „Stattdessen haben wir Bälle und Luftpumpen für die Siegerteams und Kappen für die F-Jugendlichen besorgt. So etwas kann man zumindest benutzen.”

Ihre Auftaktniederlage wird von den HSG-Spielerinnen analysiert: „In der ersten Halbzeit haben wir gut gekämpft, in der zweiten sind wir aber ziemlich abgestürzt.” Den Spaß am Turnier kann ihnen diese Niederlage aber nicht nehmen. Denn auch um das Gemeinschaftsgefühl gehe es hier schließlich, wie eine der Spielerinnen sagt: „Jetzt geht´s für uns alle noch in die Disco!”

Sieger und Platzierte in vielen Wertungsklassen:

In der weiblichen A-Jugend hatte das Team Roda HV Gronsveld die Nase vorn. Gefolgt vom Dünnwalder TV und der HSG Bardenberg Scherberg. Die männliche A-Jugend führte der TV Weiden an, gefolgt von TB Wülfrath und HSG Bardenberg Scherberg.

Die B-Jugend sah bei den jungen Damen TVG Kaiserau vorn, gefolgt von Schwarz Rot Aachen und HSG Bardenberg Scherberg. HV Erftstadt hieß das Siegertam bei den Jungs, auf den weiteren Plätzen: TV Strombach und Tus Rheindorf.

Ergebnisse in der C-Jugend: 1. TSV Wuppertal, 2. TVG Kaiserau und 3. HV Erftstadt (weiblich); 1. Solinger TB, 2. TG Cronenberg und 3. HSG Bardenberg Scherberg (männlich).

In der D-Jugend: 1. TUS Hetzerath, 2. HV Zwart-wit Schinnen, 3. Sittardia Sittard (weiblich); 1. Birkesdorfer TV, 2. HSG Bardenberg Scherberg, 3. Neusser HV (männlich).

In der gemischten E-Jugend siegte VT Kempen vor den Teams von Schwarz Rot Aachen und VfL Langerwehe. In der F-Jugend wurden keine Sieger ausgespielt, doch traten Teams von Borussia Brand, HC Eynatten, Westwacht Weiden, HSG Bardenberg Scherberg an.
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