Vortrag in der Alten Schmiede über die Stadtbilder

Von: mas
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Detailliert: Der Würselener Heimatforscher Gerhard Welper (r.) hat die Ortsentwicklung genau beleuchtet. Darüber freuten sich in Baesweiler die Geschichtsvereins-Vorsitzende Catharina Scholtens und der Vizegeschäftsführer Peter Kullick. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler/Würselen. Der Andrang war groß. Schließlich berührte Heimatforscher Gerhard Welper mit seinem Vortrag „Entwicklung von Siedlungsstrukturen im Wurmrevier am Beispiel von Baesweiler und Würselen“ einige Gäste aus gleich zwei Kommunen.

Der Autor wurde eingangs von Catharina Scholtens, Vorsitzende des ausrichtenden Geschichtsvereins Baesweiler, und dessen stellvertretendem Geschäftsführer Peter Kullick begrüßt. Gerhard Welper hat mit seinem Buch „Scherberg-Schweilbach – Ortsteilentwicklung in Würselen“ die soziale, wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der beiden genannten Würselener Ortsteile untersucht und beschrieben.

Hier erfolgte unter dem Einfluss des frühen Bergbaus und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die Stadt Aachen bot, schon im 18. Jahrhundert eine Loslösung der Erwerbstätigkeit von den landwirtschaftlichen Wurzeln. In der Folge dieses Prozesses entwickelten sich besondere Siedlungsformen, die der Autor mit reichlichem Bildmaterial belegte.

Mit einer hohen Konzentration kleinster, hintereinander gestaffelter Häuser mit ihren zum Teil komplizierten Besitzverhältnissen entwickelte sich eine einzigartige Siedlungsstruktur, die für die alte Bergbauregion nördlich von Aachen typisch ist.

Baesweiler dagegen, nur wenige Kilometer weiter nördlich gelegen, erfuhr eine andere Entwicklung. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert agrarisch (Welper: „In Baesweiler waren damals 95 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig“) ausgerichtet und über lange Zeiträume durch Großgrundbesitz geprägt, blieb ein weitgehend dörflicher Charakter erhalten.

Das spiegelt sich heute

Gerhard Welper hatte mit vielen Bildern und Karten diese unterschiedlichen Entwicklungen vergleichend dargestellt, die sich bis heute im Erscheinungsbild der beiden Städte widerspiegeln. Dabei beschränkte sich sein Referat nicht nur auf das von ihm herausgegebene Buch.

Sehr viel Beachtung fand im Restaurant „Zur Alten Schmiede“ eine neue Karte zur Geschichte Baesweilers, die von Welper vorgestellt wurde. Sie gibt die Flur- und Besitzstruktur Baesweilers im Jahre 1822 detailliert wieder – und dürfte somit auch für die Familienforschung in Baesweiler noch von großer Bedeutung sein.

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