Baesweiler - Vorsitzender des Integrationsrates verärgert über Stadt Baesweiler

Vorsitzender des Integrationsrates verärgert über Stadt Baesweiler

Von: mas
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Baesweiler. Der Vorsitzende des Integrationsrates hegt sich mit Aufgabegedanken. Kazim Karaköc verfolgte in der Sitzung des Baesweiler Stadtrates als Gast den Tagesordnungspunkt „finanzielle Ausstattung des Integrationsrates“. Als er vom eingeräumten Rederecht Gebrauch machte, drückte der Vorsitzende auch gleich seine Verärgerung aus.

Mit der unterschwellig angedrohten Konsequenz, „ich weiß nicht, ob ich das noch weiter machen soll“. Karaköc fühlt sich mit seinem Gremium nicht genügend beachtet. Er fragte unter anderem in Richtung der Stadt, „wann haben Sie unsere Vereine mal besucht?“

Zuvor hatten sich Politik und Verwaltung eine Diskussion geliefert. Der Integrationsrat fordert einen finanziellen Grundstock von einem Euro pro wahlberechtigtem Einwohner. Dieses Geld solle überwiegend zur Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Der Integrationsrat bemängelt, dass die bisher von der Stadt (jährlich) zur Verfügung gestellten 500 Euro diese Aufgaben nicht abdecken. Unter anderem hatte der Integrationsrat in einem früheren – abgelehnten – Antrag die Bereitstellung von 3000 Euro gefordert.

Der Beschlussvorschlag für den Stadtrat lautete jetzt unter anderem: „Der Rat beschließt, von einer Erhöhung des bereitgestellten Betrages von 500 Euro abzusehen.“ Daran rieben sich Bündnisgrüne und SPD. Grünen-Chef Rolf Beckers hielt der Stadt vor, „dieser Vorschlag ist unbefriedigend und untragbar“. Er ist der Auffassung, „Baesweiler ist seit 100 Jahren Zuwanderungsstadt“. Die „Zuwanderer haben in hohem Maße zur Entwicklung unserer Stadt beigetragen“. Beckers fordert von der Stadt, „mit ganz anderem Fingerspitzengefühl ans Thema Integration zu gehen“. Auch SPD-Fraktionschefin Gabi Bockmühl rügte Verwaltung und die CDU-Mehrheitsfraktion. Sie hielt beispielsweise fest, „„dem Integrationsrat wird ein Stück Eigenständigkeit genommen“. Bürgermeister Dr. Willi Linkens entgegnete den Kritikern: „Tun Sie doch hier bitte nicht so, als würde die Stadt die Arbeit des Integrationsrates nicht unterstützen. Das ist verfehlt.“ Linkens erinnerte daran, „dass wir sehr wohl vieles tun“ und nannte auch die „Arbeiten des Bauhofes, der von morgens bis abends unterwegs ist, wenn Feste oder Veranstaltungen anstehen“. Zudem merkte der Bürgermeister in Verbindung mit einem Lob an seine Mitarbeiter an, „wir helfen und beraten sehr intensiv. Das Angebot ist da, es sollte nur stärker genutzt werden“. CDU und FDP drückten den Beschluss gegen die Stimmen von SPD und Grünen durch.

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