Baesweiler - Vorleserunde wird zu Generationentreffen

Vorleserunde wird zu Generationentreffen

Von: Jule Klieser
Letzte Aktualisierung:
Lesen verbindet: Anna Schipper
Lesen verbindet: Anna Schippers (r.) und ihre Mitschülerinnen haben im Seniorenpark Burg Baesweiler vorgelesen. Foto: Jule Klieser

Baesweiler. Da wurden viele Erinnerungen wach bei den Senioren im Seniorenpark Burg Baesweiler. Zu einem besonderen Lesekreis hatten sie jüngst mit Schülerinnen der Realschule zusammen gefunden hatten.

Im Rahmen der Seniorenwoche waren fünf Teenager im Seniorenpark Burg Baesweiler zu Besuch. Zunächst hatten die Mädels es mit Märchen versucht bei der Veranstaltung „Jugendliche lesen für Senioren”. Doch als die alten Menschen dazu kaum etwas sagten, packten sie Lektüre aus, bei der der Funke übersprang, nämlich das Buch von Josef Stiel und Karl Pütz: „Früher war alles viel besser...! - Schule und andere Erinnerungen”. Darin wird vom Alltagsleben in der Nachkriegszeit erzählt.

Es trifft den Nerv

Vieles war anders seinerzeit, und das traf den Nerv der anwesenden Zeitgenossen. „Genauso wurden bei uns früher saure Bohnen eingelegt”, griff eine Dame den Faden auf und erzählte weiter, wie sich ihr Vater einst mit aller Sorgfalt um den Bohnentopf im Keller gekümmert hatte. Die anwesenden Frauen berichteten noch mancherlei aus dem Küchenlatein, doch oft hieß es früher auch „Schmalhans ist Küchenmeister” in den Familien.

Nicht nur positive Erinnerungen wurden hervorgeholt. Die Schrecken des Krieges sind noch immer präsent bei den Alten. Manche Erzählung aus dem Leben der Senioren berührte die Neuntklässlerinnen tief in dieser besinnlichen Leserunde.

Sie hatten sich die Lesestunde selbst ausgesucht als ihren Beitrag für die Seniorenwoche. Kunstlehrerin Christiane Jansen hatte die Idee in der Klasse vorgestellt. Die Bücher, aus denen die Mädchen jetzt lasen, hatten sie in den Ferien selbst ausgesucht. „Ich finde es gut, so etwas zu machen, ich war auch schon einmal Praktikantin in einem Kindergarten”, benennt Anna Schippers ihre Begeisterung für soziales Engagement.

Alle fünf - Michelle Oudenhoven, Hümeyra Okumosh, Serval Okay, Darlin Büttner und Anna Schippers - waren mit Herz und Verstand bei der Sache und lauschten gebannt den Geschichten, die ihr zwölfköpfiges Publikum erzählte. Gelesene Passagen bildeten dabei mit den Erinnerungen der Senioren ein spannendes Wechselspiel.
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