Vorbildliche Aktion hilft dem Alsdorfer Tierpark

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
tierbild
Bagger marsch: Unternehmer Frank Vorpeil (am Steuer) spendierte der Foga einen für sie kostenlosen Einsatz seines Geräts im Tierpark, wofür sich dessen Chef Alfred Sonders (M.) sehr dankbar zeigte. Foto: B. Strauch

Alsdorf. Das schöne Wetter am vergangenen Sonntag hat einmal mehr die enorme Anziehungskraft des Freizeitparks am Alsdorfer Weiher unter Beweis gestellt. Die Zahl der Besucher, die die ersten Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings genießen wollten, sei so groß gewesen, „dass man fast ,über die Köpfe laufen konnte”, freut sich Alfred Sonders.

„Ich habe noch nie so viele Menschen dort erlebt. Und jeder noch so kleine Winkel war zugeparkt.

Der Geschäftsführer der Stadthalle ist neuerdings auch verantwortlich für das Gelände rund um den Tierpark. Und in dieser Funktion präsentierte Sonders am Montag Morgen einen Alsdorfer Bürger, der ihm großzügig dabei hilft, einen entscheidenden Problempunkt aus der Welt zu schaffen und damit auch für ein Stück mehr Attraktivität zu sorgen.

Nachdem Sonders im vergangenen Herbst via Aachener Zeitung den Wunsch formuliert hatte, einen Sponsor zu finden, der auf eigene Kosten dringende Baggerarbeiten in dem Park erledigt, wusste Marc Schlösser eine Lösung.

Der Kellersberger SPD-Stadtverordnete fragte kurzerhand seinen Freund, den Tiefbauunternehmer Frank Vorpeil. Und der sagte spontan zu, das Gerät zur Verfügung zu stellen und die erforderlichen Arbeiten über die Bühne zu bringen.

100 Meter langer Graben

Am vergangenen Donnerstag war es dann so weit: Der Bagger buddelte los. Es geht darum, neben dem Eselgehege gegenüber den Fischteichen einen etwa 100 Meter langen Graben auszuheben. Mit Rollkies zugeschüttet, soll die Drainage dafür sorgen, das von dem benachbarten Hang strömende Oberflächenwasser aufzufangen und abzuleiten, damit es nicht mehr in die Weiher fließt.

Diese Arbeiten sind ein weiterer Mosaikstein zur Verbesserung der Wassergüte der gesamten Alsdorfer „Seenplatte” zu beiden Seiten der Theodor-Seipp-Straße. Wie berichtet, ist diese „Säuberungsaktion”, abgestimmt mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Aachen und den städtischen Umweltexperten unter Leitung von Karl Becher, eine der Folgerungen aus dem massiven Fischsterben vor über drei Jahren.

Heute wollen Frank Vorpeil und seine Mitarbeiter das Projekt abschließen. Dessen Auftragsvolumen beläuft sich auf die stattliche Summe von rund 5000 Euro. Weitere 1500 Euro steuert die Stadthallen-Betreibergesellschaft Foga bei, um „Umfeld aufzuhübschen”, wie Sonders sagt.

Im Ergebnis werden wohl auch die Pfützen auf dem Wanderweg Richtung Broichbachtal - eine Folge des hohen Grundwasserstands - dank Vorpeils Vorzeige-Aktion der Vergangenheit angehören.

Für den Sportfischerverein überwacht Marc Schlösser durch regelmäßige Proben, ob sich die Wasserqualität der Fischteiche wie erhofft bessert oder ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Was jetzt noch folgen soll, ist das Ausheben einer Senke im benachbarten Damwildgehege, worin sich die Tiere im Wasser laben können.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert