Vor Fusionsgesprächen: Was will die Kommune?

Von: -ks-
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Würselen. Heftige Kritik an der Stadt übten zum Beispiel der Vorsitzende des SC Bardenberg (Spielstätte direkt am Wurmtal), Thomas Birmanns, und dessen Geschäftsführer Hubert Lausberg.

Nachdem zwei Millionen Euro für die Sanierung der Halle an der Krottstraße ausgegeben worden seien, sei das Thema Sportstättenbau von der Verwaltung erneut vernachlässigt und nur im Zusammenhang mit dem Bau der Gesamtschule wieder „aufgekocht“ worden. „Hier werden nur wieder Fantasien durchs Dorf getrieben.“ Die Vertreter des SC Bardenberg forderten einen runden Tisch. „Wir sind bei der Verwaltung bisher permanent gegen die Wand gelaufen“. Dem Verein sei es trotz aller Bemühungen nicht gelungen, nachhaltig Kontakt mit der Stadtverwaltung aufzubauen.

Markus Carduck, Vorsitzender des VfR Würselen, (Spielstätte Ostkampfbahn Drischfeld), sah in der Gesamtschule eher einen „Glückfall“, weil dadurch plötzlich wieder zum Thema Sportstätten Pläne diskutiert würden. „Leider gibt es da seitens der Stadt keine Vorgaben und Kriterien“, bedauerte er – im Vergleich zum Vorgehen der Stadt Stolberg. Positiv hob Carduck auch die Stadt Alsdorf hervor, die mit den Vereinen „an einem Tisch gesessen hat“, um sich auf ein Vorgehen zu einigen. Sein Urteil: „Ein Riesensportzentrum am Aquana macht keinen Sinn!“

Peter Kremer (Ehrenmitglied des Stadtsportverbands Würselen) appellierte an die Vertreter der Würselener Fußballvereine, auf die Vertreter von Politik und Verwaltung zuzugehen und auch selber zu handeln: „Werdet Euch einig!“

Peter Pütz, Vorsitzender von Teutonia Weiden, (Spielstätte Rasensportplatz am Helleter Feldchen), stimmte dem zu: „Wenn wir denen einen Weg gezeigt hätten, hätten die nicht anders gekonnt.“

Dem widersprach Hubert Lausberg (SC Bardenberg) entschieden. Auch Axel Klehr, Vorsitzender von Rhenania Würselen, (Spielstätte Stadion am Lindenplatz), übte Kritik an zu kurz greifenden Vorstellungen der Stadt („Platz ohne Flutlicht und Umkleidekabinen“).

Seitens des Vereins Sparta Würselen (Sportanlage Birkenstraße) wurde angesichts von nicht weiter bringenden „Schuldzuweisungen“ der Auftrag an den Stadtsportverband formuliert, auf die Stadt zuzugehen.

Bevor man in Fusionsgespräche gehe, sei zu klären, was die Stadt Würselen wolle.

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