Vor dem Abriss: Gymnasium wird Ausstellungsort

Von: Nadine Tocy
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Der Künstler Matthes Straetmans alias Lazy65 hat mit seinen Arbeiten bereits am Mittwoch begonnen. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. Noch ein letztes Mal das Alsdorfer Gymnasium besuchen, bevor es abgerissen wird, ist sicherlich der Wunsch vieler ehemaliger Schüler und Anwohner. Gelegenheit dazu bekommen sie im Rahmen der „Offenen Alsdorfer Atelierhäuser“ (OAAH) vom 25. bis 27. August, die vom Alsdorfer Stadtmagazin und Kunstverein initiiert werden.

Neben den örtlichen Künstlerateliers ist die Schule der Veranstaltungsort. Acht Künstler und der Kunstverein mit der Artothek, einer Kunstausleihe, werden ihre Arbeiten in den Räumen des Gymnasiums präsentieren. Bereits in der Woche davor, also ab Montag, arbeiten viele von ihnen vor Ort zwischen 10 und 16 Uhr. Sie lassen sich bei der Produktion ihrer Werke gerne über die Schulter schauen. Auch an unterschiedlichen Projekten und in Workshops wird gearbeitet; die Ergebnisse kann man während des Wochenendes ebenfalls sehen.

Ute Fuchs ist eine der Kunstschaffenden, die an dem Wochenende ihre Arbeiten in dem Schulgebäude ausstellen. Sie malt ab-strakte Bilder auf Leinwand und formt plastische Objekte aus Ton, deren Oberfläche von hellen, farbigen Porzellanschichten überzogen sind. Auch Carmen Kahn nimmt an den OAAH teil. „In meinen Arbeiten entfalten sich die Formen“, sagt sie.

Sie kreiert figurative Gemälde. Andreas Klose macht sich mit seiner Sprühpistole an die Arbeit. In seinen Bildern ist ein Hang zu fantastischen Welten zu erkennen. Auch Matthes Straetsmans alias Lazy65 sprüht. Er ist Lehrer an der Realschule in Ofden und gibt Workshops im Sprayen. Er nutzt jedoch auch gerne Acrylmarker und Pinsel, um seiner Kreativität auf Karton, Leinwand und Fundstücken aller Art freien Lauf zu lassen. Lazy65 bearbeitet unter anderem die Außenfassaden des Gymnasiums.

Fotos von Rockkonzerten

Auch Künstler, die mit einer Kamera arbeiten, zeigen ihre Werke: Der Fotograf Wilfried Schüller hat sich des Themas Tanz angenommen. Franz-Josef Kochs zeigt unter dem Motto „Verbotene Bilder, erlaubte Pappen“ Fotos von Rockkonzerten, bei denen Fotografieren untersagt war. Veronika Kropidlowski hält vornehmlich Augen von Menschen oder Tieren mit der Kamera fest, vergrößert gewisse Sequenzen und nutzt diese als Vorlage für das Zeichnen mit Farbstiften.

Aquarelle, Acryl- und Ölgemälde, Fotocollagen und digital bearbeitete Fotografien hinter Acrylglas umfassen das Arbeitsfeld von Renate Remy, die ebenfalls ausstellt. Der Kunstverein Alsdorf präsentiert Bilder aus dem Bestand der Artothek sowie Bilder aus einer Schenkung der Kölner Künstlerin Luisa Schatzmann.

Der Bildhauer Alfred Mevissen macht am Samstag und Sonntag, jeweils 14.30 Uhr, eine Fahrradtour – rund 17 Kilometer – entlang seiner Werke „Pillars of Freedom“; Anmeldungen bis Freitag, 25. August, an info@pillars-of-freedom.com. Startpunkt ist das Gymnasium. Neben den Künstlern vor Ort öffnen auch einige ihre Ateliers. Darunter Viktor Stricker, Frieder Wisten, Anne Blass und ihr Mann Manfred Greulich-Blass, Maike Thomas, Gabi Schmertz und Martin Otten.

Kacheln der Schule erwerben

Für diejenigen, die ein Teil der Schule erhalten wollen, gibt es von dem Kunstverein die Aktion „Mauerspechte“. Für ein kleines Entgelt können einzelne Kacheln der Schule erworben werden.

Offiziell eröffnet werden die OAAH am Freitag, 25. August, um 18 Uhr. Im Anschluss findet eine „künstlerische Abrissparty“ statt. Livebands, darunter Anna 1, Typical fruits und KoTaTKu, und ein DJ sorgen für Stimmung. Auch Samstag, 26. August, 14 bis 18 Uhr, und Sonntag, 27. August, 11 bis 18 Uhr, können die Werke im Gymnasium und den Ateliers angesehen und teils erworben werden.

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