Von ihrem erfolgreichen Engagement profitieren alle

Von: Holger Bubel
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Aufgenommen im Kreis der Stipe
Aufgenommen im Kreis der Stipendiaten: Fares Al Ghabra (l.) und Melanie Bayo. Foto: H. Bubel

Alsdorf. Der Anreiz ist nicht übel: Ein monatliches Bildungsgeld in Höhe von 100 Euro und eine PC-Grundausstattung mit Internetanschluss für zu Hause erhält jeder Stipendiat der Bildungsinitiative der „Start-Stiftung” für Schüler mit Migrationshintergrund.

Dass die Gustav-Heinemann-Gesamtschule solche Stipendiaten fast in Serie stellt, ist bemerkenswert und ein besonderes Plus im Schulbetrieb. Mit den beiden Zehntklässlern Melanie Bayo und Fares Al Ghabra, beide 16, sind es jetzt zwei weitere Schüler, die sich nicht nur wegen ihrer guten schulischen Leistungen, sondern auch ob ihres außerschulischen und sozialen Engagements empfohlen haben. Speziell Letzteres ist ein Anforderungskriterium der Stiftung. Insgesamt sind es derzeit elf Schülerinnen und Schüler in der Städteregion, die unter anderem von der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen gefördert werden.

Ein „Start”-Stipendium ist begehrt: „Von etwa 1100 Bewerbern in NRW wurden 55 ins Programm genommen. Zwei davon aus der Städteregion - und zwar Fares und Melanie”, ist Lehrer Johannes Stollwerk, der die beiden Schüler bei „Start” an der Gustav-Heinemann betreut, stolz. Aufgenommen zu werden, ist gar nicht so leicht und braucht einen langen Atem: Nach der ersten Bewerbung folgt bei Interesse der Jury eine ausführlichere, der - im Idealfall - eine Einladung zum Gespräch folgt. Dann erst entscheidet die Jury. Als Schulsanitäterin und Klassensprecherin erfüllt Melanie, deren Eltern aus Nigeria stammen, den Nachweis sozialer Kompetenzen. Fares, als Sohn eines libanesischen Vaters, ist sogar stellvertretender Schülersprecher, Comeniusschüler und im Vorstand der Bezirksschülervertretung.

Was die beiden dazu bewogen hat, sich bei „Start” zu bewerben, geht weit über das Streben nach Stipendiengeld und PC hinaus: „Es sind die Erfahrungen, die man bei den Bildungsseminaren machen kann. Und das Zusammentreffen mit anderen Stipendiaten”, erklären beide. Regelmäßige Seminare, etwa in Rhetorik, Persönlichkeitsbildung oder auch Computeranwendungen, sind wichtige Bausteine des Stipendiums.

Für diese Fortbildungen opfern die Schüler ihre - durch ihre Ehrenämter ohnehin knapp bemessene - Freizeit. „Wir lernen fürs Leben”, ist dabei nicht nur eine Phrase. Melanie, die sich für ihr späteres Leben eine Anstellung im sozialen Bereich, etwa in der Jugendarbeit oder der Entwicklungshilfe vorstellen kann, und Fares, der Richtung Lehramt tendiert, sehen gute Chancen, mit Hilfe des „Start”-Stipendiums dazu die Weichen zu stellen.
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