Von geworfenen Kuchen und netten Stänkereien

Von: mas/yl
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Gute Stimmung in Baesweiler: In der ganzen Stadt wird ausgelassen gefeiert. Foto: Sigi Malinowski
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Jeck geht es auch im Rathaus zu. Da hat es sich niemand nehmen lassen, verkleidet zu kommen. Foto: Sigi Malinowski
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Marktprinzessin Aline I. Und Kinderprinzessin Emilia I. erobern den Goldenen Schlüssel der Stadt von Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Foto: Yannick Longerich
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Im Rathaus wird ausgelassen gefeiert. Foto: Yannick Longerich

Baesweiler. Der „ärme“ Will‘! Für Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens begann die Weiberfastnacht wenig erfolgreich. Noch bevor die Rathausstürmung für ihn eine Rathaus-Türmung wurde, nahte schon Unheil. Seine Mitarbeiterinnen schmissen ihn aus seinem Büro und machten sich selbst dort „breit“.

Ob Dezernentin Iris Tomczak-Pestel, seine Referentin Birgit Kremer-Hodok oder Amtsleiterin Birgit Breuer und mindestens 40 weitere „revoluzionierende“ Damen: Akten runter und Frikadellen, Sekt und Knabbereien rauf auf den Tisch des Ersten Bürgers.

Wenig später – Linkens hatte das Weite auf den Balkon des Rathauses gesucht – ballerten Stadtprinzenpaar Erich und Martina sowie die Dreigestirne aus Loverich (Prinz Danny, Bauer Sascha und Jungfrau Wernerette) und aus Beggendorf (Prinz Matti, Bauer Willi und Jungfrau Sasa) aus allen Rohren der Konfettikanonen, dass es Linkens nur so um die Ohren pfiff.

Dennoch nahm er tapfer die Salven an und juxte noch bei einem Volltreffer: „War watt“? Ungewöhnlich lange dauerte das Gefecht um den Rathausschlüssel diesmal. Wohl auch, weil Willi Linkens, Frank Brunner und Co. nicht gerade vor dem Holländer und Beggendorfer Prinzen Matti Boeve („Schön, dat du noh hier bist, Willi“) „einbrechen“ und kapitulieren wollten.

Nett gemeinste „Stänkereien“

Nach einer gefühlten halben Stunde des Schusswechsels und der nett gemeinten „Stänkereien“ von beiden Seiten war dann aber Schluss und Stadtprinz Erich riss den Schlüssel an sich. Am heutigen Freitag werden sich die Gemüter aber wieder abgekühlt haben. Denn zum Rathausempfang wird Linkens die Jecken wieder gefügig gemacht haben. Mit Freibier.

Auch Setterich fällt in die Hände der Narren. Das schlechte Wetter tat dem bunten Treiben des Karnevalsausschusses Setterich (KAS) an Altweiber keinen Abbruch. Die traditionelle „Machtübernahme“ und die Eroberung des Goldenen Schlüssels der Stadt wurden kurzerhand vom Neuen Markt in die Geschäftsstelle Setterich der Sparkasse verlegt.

Mit allen Ehren

Geschäftsstellenleiter Murat Culaydar durfte in seinen Hallen den vielen Narren unter anderem prächtige Choreographien der Diamonds-Tanzgruppe, der Bambini-Tanzgarde und des Kinder-Mariechens Nele präsentieren. Marktprinzessin Aline I. und Kinderprinzessin Emilia I. ließen Bürgermeister Dr. Willi Linkens mit allen Ehren einmarschieren, um ihm kurz darauf den Schlüssel der Stadt symbolisch zu entreißen.

Seit kurz nach zwölf ist Setterich nunmehr in närrischer Hand. Nach der „Machtübernahme“ ging es weiter ins Vereinslokal, wo der Beginn des Karnevalswochenendes weitergefeiert wurde. Heute geht‘s munter weiter.

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