Von „Elementarteilchen” und sanften Wellen

Von: Nina Krüsmann
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Alles ist im Fluss: Diesen Ged
Alles ist im Fluss: Diesen Gedanken legt Christel Wermuth auch ihrer Objektkunst zugrunde. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Malerei und mehr präsentiert die Herzogenrather Künstlerin Christel Wermuth unter dem Titel „Elementarteilchen” in der Villa Herzogenrath. In ihrer ersten Einzelausstellung zeigt sie seit 2006 Werke.

„Seit zehn Jahren beschäftige ich mich mit der malerischen Umsetzung von Wellen. Diese Form hat es mir einfach angetan, hat mich von Anfang an fasziniert”, sagt die 1951 in Ibbenbüren Geborene, die an den pädagogischen Hochschulen in Bielefeld und Aachen im Rahmen der Lehramtsausbildung das Fach Kunst unter anderem bei Joachim Bandau und Benno Werth studiert hat.

„Zunächst habe ich in Wachs gearbeitet, dann habe ich die Form in Acryl übertragen und weiter experimentiert. Nach und nach habe ich festgestellt, dass die wellenartigen Formen den Elementarteilchen ähneln. Diese Formen haben ein großes Potenzial”, schildert Wermuth, die sich auch intensiv mit der Quantenphysik und östlicher Philosophie beschäftigt hat. „Die atomare Ebene interessiert mich sehr, in meinen Werken ist auch alles in Bewegung, alles fließt, alles ist in Verbindung”, sagt Wermuth.

„Die geschwungene Linie ist mit aller ihrer Binnenfarbigkeit Zeichen für Lebendigkeit des Lebens”, beschrieb Kunstexperte Dr. Dirk Tölke bei der Vernissage. Die rudimentären Wurmlinien würden sich in freier Verteilung oder in Knäueln arrangiert finden. „Sie strahlen eine Freude an der Lebendigkeit, Quirligkeit und Fülle des Lebens aus. Die bewusst herausgefundenen Strukturen erscheinen chaotisch, aber das hat eine wiedergewonnene Freiheit, die sich von Seh- und Bilderwartungen freimacht, um Neues zu entdecken”, beschreibt Tölke.

„Die Bildoberflächen der Künstlerin haben einen ganz eigenen transparenten, stumpfen leuchtenden, wächsernen Charakter, der etwas Sanftes, Festes aber auch Verletzliches vermittelt”, sagte der Kunstexperte. „Es gibt keinen Stillstand, alles ist im Fluss. Dieses veränderliche Unruhigsein, diese Lebendigkeit und diesen kosmischen Tanz überträgt das plastische Objekt, das die Künstlerin für diese Ausstellung ausgewählt hat.”

Die Ausstellung „Elementarteilchen” ist bis Donnerstag, 10. November, dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr in der Villa Herzogenrath, Roermonder Straße 63, zu sehen.
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