Herzogenrath - Von den Driesch: Bürger sollen sich für Herzogenrath stark machen

Von den Driesch: Bürger sollen sich für Herzogenrath stark machen

Von: ath
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Der Neujahrsempfang ist zu einer bewährten Tradition geworden: Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch (r.) appellierte an die Bürgerschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Ziemlich zu Beginn seiner Neujahrsrede vor zahlreichen Gästen in der Aula des städtischen Gymnasiums zitierte Bürgermeister Christoph von den Driesch Max Frisch: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.”

Genau das versuchte er mit seiner Rede. Er nannte die Dinge beim Namen, ohne zu beschönigen, machte jedoch auch gleichzeitig Mut, nach vorne zu sehen. Die internationale Finanzkrise und die fortschreitende Globalisierung seien auch an Herzogenrath nicht spurlos vorübergegangen.

Als Beispiele nannte er Vetrotex („Die Pariser Konzernleitung hat entschieden - wir haben verloren.”) und den geplanten Stellenabbau bei Ericsson bis 2014. Neue Standortstrategien seien gefragt. Dazu will er intensive Gespräche mit der zuständigen Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Christa Thoben, mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg führen. Mit einem allgemeinen Fachkräftepool könne man nicht mehr punkten, so von den Driesch. Er halte es für wichtig, neue innovative Wege mit wissenschaftlichen Einrichtungen, die es in der Region ja zur Genüge gebe, zu finden.

Als Erfolgsmodell nannte er den Technologiepark in Kohlscheid, ein Vorzeigeprojekt, das europaweit Beachtung finde. Für die Zukunft setzt Herzogenraths Verwaltungschef unter anderem auf den „RWTH Campus Aachen”: „Wir in Herzogenrath sind in unmittelbarer Nachbarschaft zu dieser Ansiedlung - eine Standortnähe, die wir unbedingt zu unserem Vorteil nutzen müssen”.

Chancen ergreifen, heiße es auch bei der Frage „Was kommt nach Vetrotex?”. Für das Gelände an der Bicherouxstraße würden derzeit in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule und der Hoogeschool Zuid-Heerlen Überlegungen angestellt, „ein Koordinierungsbüro zur dualen Ausbildung sowie eine innovationsfördernde Einrichtung zum Dialog von Wissenschaft und Handwerk einzurichten”. Mittelständische Unternehmen seien „das Rückgrat der heimischen Wirtschaft”. Daher gelte es auch für den zweiten Abschnitt des Gewerbeparks Nordstern neue Unternehmen zu gewinnen, die neue Arbeitsplätze schafften.

Von den Driesch unterstrich in seiner Rede, dass die Bürger trotz Krise nicht durch zusätzliche Abgaben belastet werden, keine Bädereinrichtungen oder Jugendtreffs geschlossen werden und auch die Vereine weiter städtische Zuschüsse erhalten sollen. Man müsse sich allerdings klar sein, „dass die fetten Jahre in unserer Stadt schon lange vorbei sind.” Abschließend appellierte er an die Bürger seiner Stadt, sich auch weiterhin für Herzogenrath stark zu machen, damit es eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibe.
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