Vom Warnstreik ist im Norkreis kaum etwas zu spüren

Von: Beatrix Oprée
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Aufruf an der Rathaustür: Rund 40 Mitarbeiter fuhren aus Herzogenrath nach Aachen. Foto: B. Oprée

Nordkreis. In den Nordkreisstädten war von Streik am Dienstag nicht viel zu spüren. Keine stehengelassenen Fahrgäste an Bushaltestellen, keine längeren Warteschlangen in den Rathäusern. Und Falschparker wurden – zumindest in Alsdorf – auch nicht vor Knöllchen verschont.

Gerade einmal „eine Handvoll“ Bediensteter der dortigen Stadtverwaltung habe sich am frühen Morgen auf den Weg zur zentralen Kundgebung auf dem Katschhof in Aachen gemacht, schätzt ein Mitarbeiter. Aufrufe zum Warnstreik finden sich im Foyer des Rathauses an der Hubertusstraße auch auf den zweiten Blick keine, nicht mal in den Infokästen des Personalrats.

Normalität bestimmt auch den Tag am Rathausplatz in Herzogenrath, Publikumsverkehr wie immer. Dass auch hier zum Warnstreik aufgerufen worden ist, davon zeugen immerhin zwei DIN-A-4-Plakate an der Schiebetür des Haupteingangs.

Ungewohnte Stille herrscht unterdessen am Astrid-Lindgren-Weg in Straß. Auf einem mit Kabelbinder am Tor der städtischen Kita „Villa Kunterbunt“ befestigten Schwung diverser Schreiben informiert die Stadt Herzogenrath unter anderem über den Grund für die ganztägige Schließung und dass keine Prognosen über eventuelle weitere Streikaktionen am Mittwoch gegeben werden können.

Deshalb könne auch keine Notbetreuung eingerichtet werden. Nur für Eltern, für die die streikbedingte Schließung der Kita eine „unzumutbare Härte“ darstellen würde, kann die Stadt andere Möglichkeiten suchen; bei drei Kindern ist dies der Fall, sie werden von zwei nicht Streikenden „Kunterbunt“-Kolleginnen in der Kita Wasserturm betreut.

Grobplanung für nächste Woche

Auch in Würselen habe es keine Einschränkungen im Rathausalltag gegeben, teilt Stadtsprecher Bernd Schaffrath auf Anfrage mit.

Was die Zahl der Streikenden aus dem Nordkreis angeht, soll Würselen allerdings den Schwerpunkt gebildet haben, wie Corinna Groß, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin in Aachen, berichtet. Insgesamt rund 70 Teilnehmer kamen aus Würselen und Alsdorf, aus Herzogenrath waren um die 40 städtische Mitarbeiter dabei.

Erfahrungsgemäß würden viele zunächst abwarten und erst beim zweiten Streikaufruf mitmachen, weiß Groß. Erwartungsvoll blickt sie nun auf die nächste Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag. Streikpolitisch gibt es für die kommende Woche erst eine „Grobplanung – in Richtung Mittwoch, Donnerstag“.

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