Vom Pilz befallene Eschen werden gefällt

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Würselen. Auch in diesem Herbst werden im Stadtwald wieder Verkehrssicherungsarbeiten an den Waldwegen vorgenommen. Erholungssuchende müssen vor allem im Bereich des Trockenbuschwegs und entlang der Steinbachstraße mit kurzfristigen Behinderungen und Sperrungen wegen Baumfällarbeiten rechnen.

Weitere Fällarbeiten sind auch im Vorfeld der Reaktivierung der EVS-Bahnstrecke zwischen Merzbrück und Stolberg-Atsch nötig, da Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht an den betroffenen Streckenabschnitten im Stadtwald entnommen werden müssen. Die Fällungen sind überwiegend in Folge des drastischen Voranschreitens des so genannten Eschentriebsterbens nötig.

Die betroffenen Eschen bilden aufgrund des Absterbens von Kronenteilen in sehr kurzer Zeit starke Totäste, die über Wege- und Straßenbereiche ragen. Auch die Standsicherheit nimmt im Laufe der Jahre stark ab. Bereits seit etwa 2002 kommt es in deutschen Wäldern zu Absterbe-Erscheinungen bei der heimischen Esche (Fraxinus Excelsior). Ein neuartiger Pilz, das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“, befällt Eschen aller Altersstufen und lässt sogenannte Nekrosen entstehen.

Junge Triebe sterben ab

Die Erkrankung zeigt sich anfänglich durch das Welken und Absterben junger Triebe und setzt sich immer stärker im gesamten Kronenbereich fort. Schließlich sterben auch Altbäume ab, die meist durch die Bildung von Ersatztrieben mehrere Jahre in Folge gegen den Pilz angekämpft haben. Besonders wenn die bereits geschwächten Bäume auch noch durch Sekundärschädlinge, etwa den Hallimasch, befallen werden, kommt es zum Absterben ganzer Baumbestände.

Soweit bekannt, stammt der Erreger des Eschentriebsterbens aus Japan, wurde von dort nach Osteuropa eingeschleppt und breitet sich seitdem schnell aus.

Eine Bekämpfung ist bisher kaum möglich, lediglich lässt sich durch die Entnahme einzelner Bäume der Verlauf der Schädigungen verlangsamen. Im Würselener Stadtwald wird das Eschentriebsterben bereits seit 2010 beobachtet. Besonders auf vernässten Standorten treten die größten Schäden an Jungbäumen im Bereich der nach den Stürmen Kyrill und Xynthia mit der Europäischen Esche wiederaufgeforsteten Kulturflächen auf sowie an nahezu allen Altbäumen im Bereich der Forstwege.

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