Voluminös, kraftvoll, leidenschaftlich: Sinfonietta Regio

Von: chh
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Jeremy Hulin mit der Sinfonietta Regio beim Konzert im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Baesweiler. Foto: Christoph Hahn

Baesweiler. Ein Kulturerlebnis besonderer Art haben die Musiker der Sinfonietta Regio ihren Zuhörern im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Baesweiler beschert. Auf dem Programm standen mit Kompositionen von Mozart und Tschaikowski Meisterwerke der Klassik und Romantik.

Dirigent und Moderator des gut besuchten Konzerts am Samstagabend war der künstlerische Leiter des Orchesters, der Brite Jeremy Hulin.

Mit bisweilen fordernden und weit ausladenden Gesten trieb Hulin die Seinen ein ums andere Mal zu neuen Höchstleistungen an, bei denen nichts darauf hindeutete, dass hier zwar Profis, aber halt keine Vollzeit-Kräfte aufspielten. Dabei verriet schon die Ouvertüre zu Mozarts Oper „Idomeneo“, dass Eleganz, gepaart mit kraftvoller Vitalität den Gesamtklang der Sinfonietta ausmacht – und dass mit Jeremy Hulin ein erfahrener Vertreter seines Fachs den Aktiven ihren Feinschliff verliehen hat. Vor allem der feine Streicherklang, aber auch der erstmals in der Musikgeschichte – so der Dirigent mit seiner von trockenem englischen Humor durchtränkten Moderation – in solcher Bandbreite einem Stück einverleibte Ton der Klarinetten machte die Ballettmusiken zu ebenjener Oper aus, die den ersten Teil des Programmes abrundeten.

Der zweite Teil wurde von einem Solitär dominiert – im Klartext: von Tschaikowskis Fünfter, der sogenannten Schicksalssinfonie. Es konnte auch nicht anders sein, denn diese Schöpfung duldet so schnell kein anderes Stück neben sich.

Voluminös, kraftvoll, leidenschaftlich: Dank des Leiters und seiner Mitstreiter traf dieses Werk die Zuhörer ins Herz. So lange Musik so berührend wirkt, in ihrer Emotionalität vorangebracht – nicht zuletzt durch den tief dröhnenden Klang der Holzbläser – so lange wirkt sie nicht wie von gestern und ist darum auch lange nicht tot.

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