Alsdorf - Volker Klüppel im Alter von 70 gestorben

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Volker Klüppel im Alter von 70 gestorben

Von: Verena Müller
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Stilles Zeichen der Trauer: Ein Kondolenzbuch liegt in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf aus, nachdem der ehemalige Leiter Volker Klüppel am vergangenen Wochenende plötzlich im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf trägt Trauer: Am vergangenen Wochenende ist der ehemalige Schulleiter Volker Klüppel im Alter von 70 Jahren plötzlich gestorben. Am Montagmorgen hat die Schule eine Schweigeminute eingelegt, neben der Tür zum Sekretariat steht ein Tisch mit einem Kondolenzbuch.

Daneben brennt eine weiße Kerze, darüber hängen ein Bild von Volker Klüppel bei seiner Abschiedsfeier vor fünf Jahren und ein paar Zeilen der Würdigung des aktuellen Schulleiters, Martin May.

May ruft mittags von seinem Handy aus an, er hat einen Außentermin. „Volker hat den Aufbau unserer Schule maßgeblich gestaltet“, setzt er nach einem kurzen Moment des Sammelns an. Als die Gesamtschule 1989 neu gegründet wurde, war Klüppel als ihr erster Leiter eingesetzt worden. Dieser Umstand alleine begründet aber nicht die prägende Rolle, die er innehatte. Das sagen alle, die ihn kannten.

„Sein pädagogisches Bewusstsein war immer darauf ausgerichtet, alle Schüler so zu nehmen, wie sie sind. Mit ihrer ganzen Persönlichkeit“, erläutert May. Mit Empathie, Toleranz und Wertschätzung sei er allen Menschen begegnet. „Und mit großem Verständnis auch für die persönlichen Schwierigkeiten der Schüler.“ Selbst bei Fehlverhalten und klarem Setzen von Grenzen habe er die Größe besessen, Schülern mit einem Augenzwinkern zu signalisieren, trotzdem für sie und ihre Anliegen offen zu sein. Das sei von den Kollegen als eine seiner größten Stärken wahrgenommen worden.

Unterschiedliche pädagogische Ansätze innerhalb des Kollegiums habe er toleriert und mit menschlichem Witz seine Führungsposition zu halten gewusst. Dem Führungsteam habe er dabei immer ein hohes Maß an Vertrauen und Eigenverantwortung geschenkt.

Im Januar 2012 war er 65 geworden und hatte im Sommer desselben Jahres den Hut genommen. „Die Schüler haben ihn mit großer Herzenswärme verabschiedet“, erzählt May.

Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders sprach von einem „Riesenschock für uns alle“, nachdem ihn die Nachricht von Klüppels Tod ereilt hatte. Klüppel arbeitete zwar in Alsdorf, lebte aber in Baesweiler, wo er auch politisch und sozial aktiv war. „Ich habe ihn als sehr engagierten Bürger erlebt“, sagt Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Klüppel habe sich für die Belange der Bürger eingesetzt und im Nachbarschaftstreff – auch schon vor Einsetzen der Flüchtlingswelle – unter anderem Sprachkurse gegeben. „Themen, die man mit ihm zu besprechen hatte, hatte er immer gut vorbereitet“, erinnert sich Linkens. Immer qualifiziert, sachlich und fair sei der Umgangston gewesen.

Das unterstreicht auch Dr. Karl Josef Strank für die SPD Baesweiler: „Volkers soziales Engagement im Nachhilfeunterricht für Flüchtlingskinder, seine offene, freundliche Art und seine Erfahrung werden uns fehlen. Mit ihm verlieren wir einen herzlichen, klugen und sehr engagierten Menschen, auf den wir uns stets verlassen konnten, wenn angepackt werden musste.“

Klüppel war 1969, mit Anfang 20, der SPD beigetreten. Von 1979 bis 1994 saß er für die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Baesweiler als Sachkundiger Bürger im Schulausschuss. „Mit seinem Fachwissen stellte er eine Stütze der Arbeit der Fraktion dar“, so Strank. Bis 1989 war er Vorsitzender des damaligen SPD-Ortsvereins Baesweiler. „Auch nachdem er, aufgrund seiner Tätigkeit als Leiter der Gesamtschule Alsdorf, für kein Mandat mehr kandidierte, blieb er doch ein gefragter Ansprechpartner im Ortsverein“, so Strank weiter. „Wir werden ihn sehr vermissen. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau und seiner Familie.“

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