Baesweiler - Visite bei den Vereinen ist keine lästige Pflicht

Visite bei den Vereinen ist keine lästige Pflicht

Von: Daniel Gerhards
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Akten wälzen für die Baesweiler Vereine - und Lebensmittel sammeln für die lokale gemeinnützige Tafel: Das ist ein durchaus typischer Tagesablauf für Willy Feldeisen. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Egal welcher Verein in der Kernstadt gerade eine Veranstaltung hat, einen trifft man meist: Willy Feldeisen. Als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Ortsvereine Baesweiler (IGOB) besucht er ziemlich jeden Einladungstermin. Am Montag, 5. Januar, hat Willy Feldeisen selbst etwas zu feiern - seinen 65. Geburtstag.

Auf Vereinstour unterwegs, ist Ehefrau Irmgard stets dabei. Denn die Repräsentationsaufgaben sind für den IGOB-Vorsitzenden keine lästige Pflicht.

„Wir gehen überall zusammen hin. Das macht uns eine Menge Spaß”, sagt Willy Feldeisen. Müde ist er auch mit 65 noch nicht. Neben dem Vorsitz der IGOB ist Willy Feldeisen auch Vorsitzender der „Baesweiler Tafel” und der Siedlergemeinschaft Urweg. Außerdem gehört er dem Vorstand des Kreisverbands der Wohneigentümer Aachen an und seit zehn Jahren für die CDU dem Baesweiler Stadtrat.

Seit vier Jahren ist der ehemalige Facharbeiter für Produktions- und Verfahrenstechnik Rentner. Einen großen Teil seiner Zeit wendet er für die Tafel auf. Oft holt er die Lebensmittelspenden selbst ab, ansonsten sorgt er mit Fahr- und Dienstplänen dafür, dass im Raum Setterich-Baesweiler-Siersdorf niemand hungern muss.

Soziales Engagement hat für Willy Feldeisen, der zu den Gründern der Baesweiler Tafel zählt, oberste Priorität. In der Unterstützung seiner Arbeit sieht er ein Stück Wertschätzung. „Ich habe ein ganz tolles Team, und wir erhalten viel Unterstützung. Daran sieht man die Anerkennung für unsere Arbeit.”

Auch in seiner Funktion als Stadtverordneter versucht der Jubilar sich für die Schwachen in der Gesellschaft einzusetzen. „In meinem Wahlkreis wohnen viele Bürger mit Migrationshintergrund. Ich spreche oft mit ihnen oder mit unseren Kunden bei der Tafel, um zu erfahren, welche Probleme es gibt. Die spreche ich dann im Rat an.”

Aber Willy Feldeisen hilft auch ganz praktisch weiter. Als ein Kind aufgrund von Sprachproblemen der Eltern keinen Kindergartenplatz bekommen sollte, ging Feldeisen kurzerhand zum Kindergarten, um das Problem zu lösen. „Baesweiler liegt mir sehr am Herzen, ich möchte es mitgestalten und etwas bewegen.”

Die zahlreichen Ämter bedeuten für Willy Feldeisen eine Menge Arbeit, bereiten ihm aber auch Freude: „Das Schöne ist, dass man mit vielen Menschen zusammenkommt. So haben wir viele neue Freunde gefunden”, sagt der gebürtige Alsdorfer, der seit seiner Hochzeit vor 42 Jahren in Baesweiler wohnt. Auch die Geselligkeit in den hiesigen Vereinen ist ein Antrieb für seine Arbeit. Die Zeit könnte für Willy Feldeisen demnächst noch knapper werden. Mit dem 1. Januar hat er als Jugendhauptschöffe am Aachener Landgericht ein weiteres Amt übernommen.

Am Montag wird im Hause Feldeisen aber zunächst einmal gefeiert. Zum „65.” hat er niemanden direkt eingeladen. Aber ab 11 Uhr steht seine Tür offen. „Wer kommt - der kommtÉ” Und das, wissen die Vorsitzenden vieler Ortsvereine, könnten viele sein. Der „Chef” ist ja auch überall.
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