Viertklässler prangern Nutzung von Palmöl an

Von: Elena Stiebler
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Was ist drin? Die Herkunft der
Was ist drin? Die Herkunft der Öle in Produkten interessiert die Klasse 4a der Baesweiler Friedensschule. Foto: Elena Stiebler

Baesweiler. Auch die Klasse 4a der Friedensschule in Baesweiler hat am Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” des Energieversorgers EWV teilgenommen. Die Schüler haben sich einige Gedanken zum Thema „Regenwald” gemacht.

„Wir haben uns mit dem Hauptgrund für die Abholzung des Regenwaldes beschäftigt. Das ist die Anlegung von Palmöl-Plantagen”, sagt einer der Kleinen. Pro Stunde wird auf der Welt eine Fläche von der Größe von 80 Fußballfeldern Regenwald abgeholzt, haben die Schüler erfahren. Das hat sie entsetzt, nun wollen sie mit dazu beitragen, dass der Kahlschlag endet.

Neben selbst gestalteten Plakaten und Power-Point-Präsentationen haben die Kinder auf einem Tisch Konsummittel sortiert. In fast allen Süßigkeiten, Kosmetika, Lebensmitteln, Fertigprodukten, Waschmitteln und vielem mehr ist Palmöl enthalten. Auf ihrem Plakat finden sich Produkte, die kein Palmöl enthalten. Und so nicht die Rodung fördern, die auch den Lebensraum vieler Tiere bedroht. Auf einem gelben Plakat sind Produkte zu finden, bei denen der Hersteller nicht genau deklariert hat, welche Öle enthalten sind. Das ärgert die Schüler.

Produkte, die sie auf einem roten Plakat aufführen, sind indes eindeutig mit Palmöl produziert. „Auf Waschmittel schreiben Hersteller es so kompliziert drauf, dass noch nicht mal Leute, die sich damit eigentlich auskennen, das verstehen”, berichtet ein Viertklässler.

„Die Kinder sind völlig selbstständig auf die Problematik mit den Palmen gestoßen”, sagt Lehrerin Bärbel Dohm. „Ich hatte von diesem Thema zuvor auch keine Ahnung.”

Vielen Leuten ist indes bekannt, dass Teak-Holz häufig von Regenwald-Bäumen stammt und deshalb nicht gekauft werden sollte, wenn eine eindeutige Herkunft nicht geklärt werden kann. Auch die Verwendung von Recycling-Papier ist besser für den Erhalt dieser lebenswichtigen Wälder. „Wir haben da sehr harte Bilder im Internet gefunden”, erzählt Bärbel Dohm. Nicht nur um die Tiere zu schützen, sind die Schüler mit solch großem Engagement dabei. „Wenn wir den Regenwald schützen, ist das auch unser eigener Schutz”, sagt ein Mädchen. Selbstverständlich wollen die Schüler als gutes Beispiel dienen. Lehrerin Bärbel Dohm: „Hier in der Klasse versuchen wir Palmöl soweit wie möglich zu vermeiden. Die Kinder können auf den ausgedruckten Listen nachschauen, inwieweit ihr mitgebrachtes Essen die Umwelt belastet.” Für ihre Mühen gab es vorab schon ein kleines Geschenk von Projektbetreuerin Klaudia Ratzke: T-Shirts mit einem Maskottchen des Wettbewerbs.

Auch nach dem Vorstellungstermin soll der Begeisterungsfaden bei den Schülern nicht abreißen: Sie wollen in den kommenden Wochen viele Briefe an Firmen schreiben und um Aufklärung über die Herkunft ihrer „pflanzlichen Öle und Fette” bitten sowie Handzettel verteilen.
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