Vielfalt statt Einfalt: Hier stehen alle zusammen

Von: Beatrix Oprée
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Herzogenrath. Groß und Klein werden auf den Beinen sein am Samstag, 16. Mai, bei zwei großartigen Solidaritätsprojekten. Zum einen startet der von Ralf Klohr vor Jahren ins Leben gerufene Kiga-Cup, an dem jedes Jahr mehr Kindergartenkinder - und Eltern mit großer Begeisterung teilnehmen.

Zum anderen setzen Herzogenrather vom Steppke aufwärts ein deutliches Zeichen gegen Rechtsradikalismus: Auf Initiative des gleichnamigen Arbeitskreises soll das Rathaus verhüllt werden mit deutlichen Bekenntnissen und Appellen gegen Neonazis und rechtsradikale Auswüchse.

Dazu haben über 30 Organisationen - Jugendverbände, Kindergärten, Schulklassen, Offene Ganztagsschulen, kirchliche Gruppen, das soziokulturelle Zentrum Klösterchen, Frauenverbände und das Jugendamt insgesamt über 100 Laken bemalt.

Die Laken werden in der Nähwerkstatt des Fördervereins Arbeit und Umwelt im Kaufhaus „Patchwork” zusammengenäht (dazu werden übrigens noch engagierte Näherinnen und Näher gesucht, Kontakt: 02406/83-530).

Drei acht Meter breite und zehn Meter lange Bahnen werden so entstehen, die vom Rathausdach heruntergelassen die komplette Front bedecken sollen. Schon vor 20 Jahren hat es eine ähnliche erfolgreiche Aktion in Kohlscheid gegeben.

Die Initiatoren, der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus und Bürgermeister Christoph von den Driesch, erhalten bei der Durchführung der Aktion tatkräftige Unterstützung durch die Kinder vom Kiga-Cup.

Denn viele der kleinen Kicker haben ebenfalls munter Pinsel und Farbstifte geschwungen, um ihren Willen für eine von Vielfalt und buntem Leben geprägte Welt farbenfroh zu unterstreichen. Warum sie also nicht auch an der Präsentation des Gesamtkunstwerks gegen Rechts tatkräftig teilhaben lassen?

So werden nach den Kinderspielen des Kiga-Cups - der übrigens mit Unterstützung der „Jungfüchse”, Förderverein der Jugendabteilung des SuS Herzogenrath, auf dem Fuchsberg ausgerichtet wird - die zusammengenähten Laken vor dem Publikum im Waldstadion ausgebreitet.

Die Kinder sammeln sich in der Platzmitte zur Kette der Solidarität, für die sie wieder viel Applaus erhalten werden. Nach den Spielen der Mütter und Erzieherinnen sowie der großen Siegerehrung gegen 15.30 Uhr geht es dann „vielfältig” weiter: Die Banner werden mit Musikbegleitung unter hoffentlich großer Anteilnahme hinauf zum Rathaus gebracht.

Dort erwartet die Besucher ein Rahmenprogramm mit Tanz, Musik, Hüpfburg und einem Catering, für das die Fördergemeinschaft Merksteiner Jugend (FMJ) sorgt.

Um 16 Uhr wird es dann wieder spannend: Die Laken, mit Hilfe der in Höhenrettung erfahrenen Feuerwehrleute auf dem Rathausdach installiert, werden feierlich entrollt.

Bürgermeister von den Driesch ist stolz auf die konzertierte Aktion und hat sich schon einmal bei allen bisherigen Akteuren bedankt: „Damit helfen Sie mit, dass Herzogenrath das bleibt, was es ist und wofür es im letzten Jahr von der Bundesregierung ausgezeichnet worden ist: ein Ort der Vielfalt, in dem Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben.”
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