Vielfalt an Bildung: „Abi Plus“ am Berufskolleg Herzogenrath

Von: masch
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Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Jenny und Svenja Nieveler sowie Jan Hilpert (r.) mit ihrem Lehrer Markus Schneiderwind am Berufskolleg Herzogenrath. Foto: Berufskolleg

Herzogenrath. Mit großen Hoffnungen und doch einer gewissen Portion Unsicherheit entschieden sich Jan Hilpert sowie Jenny und Svenja Nieveler vor drei Jahren, ihr Abitur am Berufskolleg Herzogenrath abzulegen. Bis dahin war den Dreien überhaupt nicht klar, welche Vielfalt an Bildungschancen das Berufskolleg bietet.

Die Zwillingsschwestern Jenny und Svenja wollten unbedingt mit ihrem Abitur eine kaufmännische Ausbildung anstreben.

Stimmiges Konzept

„Zufällig erfuhren wir dann durch Bekannte, dass man hier am Berufskolleg beides erreichen kann,“ erinnert sich Svenja. „Auf dem Infotag konnten wir uns dann selbst von der tollen technischen Ausstattung der Schule überzeugen und dem insgesamt stimmigen Konzept.

Die Lehrer erklärten uns die Vorteile des beruflichen Gymnasiums mit dem wirtschaftlichen Schwerpunkt,“ ergänzt Jenny. Und sie sollte Recht behalten. Die BWL-Kenntnisse haben ihr die Tür für die Tandem-Ausbildung zur Industriekauffrau bei der CWS Lackfabrik in Düren-Merken verholfen.

Parallel macht sie in den ersten vier Jahren noch ihren Betriebswirt und hat dann die Möglichkeit den Bachelor in einer Schaffenszeit von nur 1,5 Jahren dranzuhängen. „Besser hätte ich mir meinen Bildungsweg nicht vorstellen können,“ weiß auch der 19-jährige Jan Hilpert aus Alsdorf genau, wem er die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse zu verdanken hat. „Im Einstellungstest hatte ich den entscheidenden Vorteil, dass ich Begriffe wie Inflation oder Euro-Krise problemlos erklären konnte. Das kannte ich alles schon aus dem Unterricht.“

Bachelor-Prüfung im Blick

Einstimmig beschreiben die drei zukünftigen Azubis ihre Zeit am Berufskolleg als harmonisch mit vielen Hilfestellungen durch die Lehrer. „Man hat wirklich gespürt, dass sie uns nach den drei Jahren in einer vernünftigen kaufmännischen Ausbildung oder einem betriebswirtschaftlichen Studium sehen wollten,“ unterstreicht Svenja Nieveler das pädagogische Engagement.

Sie tritt bald ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin in Kerpen oder Heerlen an. In Heerlen könnte sie im vierten Jahr ihre Bachelor-Prüfung ablegen. „Zwar keine typisch kaufmännische Ausbildung, dafür werden mir meine BWL-Kenntnisse sicher für eine spätere Selbstständigkeit nützlich sein.“

Ihre Zeugnisse werden die drei Abiturienten bald in Händen halten. Jetzt schon vermitteln sie mit gesundem Selbstbewusstsein, vor drei Jahren die richtige Entscheidung getroffen und damit den ersten Schritt in Richtung Berufsleben erfolgreich eingeleitet zu haben.

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